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Chormusik kennt keine Grenzen

Fünf Gruppen boten in Plech ein fast dreistündiges Programm — Ehrungen - 24.04.2012 17:02 Uhr

Unter der Chorleitung von Hedwig Schaffner (rechts im Bild) bricht beim Männergesangverein Neuhaus eine neue Zeitrechnung an.

Unter der Chorleitung von Hedwig Schaffner (rechts im Bild) bricht beim Männergesangverein Neuhaus eine neue Zeitrechnung an. © Zagel


Der Vereinsvorsitzende Hans Herzog begrüßte dazu auch vier Chöre aus der näheren Umgebung, deren Angehörige und weitere Gäste. Das anspruchsvolle und breit gefächerte Programm deckte nahezu alle Themen der deutschen Lyrik ab. „Guten Abend euch allen“ meinten zunächst die Veranstalter unter Andreas Bojer. „Musik kennt keine Grenzen“ sowie „Horch, der erste Laut“ folgten. Anschließend bot die Chorgemeinschaft Velden mit Robert Merkl das „Winzerlied“ und das „Lied vom Regenbogen“.

Der MGV Ottenhof/Bernheck stimmte ein Loblied auf „Deutschland, meine Heimat“ an und verriet in einer Eigenbearbeitung von Annelore Funk „Ich komm aus Alabama“. Unter dem Dirigat von Hedwig Schaffner besangen die Aktiven aus Neuhaus/Pegnitz zunächst das „Frühlingserwachen“ und machten dann Werbung für den ungarischen Tokayer. „Hab Sonne im Herzen“ empfahl die Singgruppe Bärnfels zum Abschluss des ersten Teils und lobte mit Chorleiter Christoph Michael Pesch (auch in Plech kein Unbekannter) den „Waldspaziergang“.

Noch vor der Pause würdigten sowohl der Plecher Vorsitzende Herzog als auch der Ottenhofer Vorsitzende Reinhold Meyer gemeinsam mit dem Gruppenvorsitzenden Hans Böhmer aus Büchenbach die Verdienste langjähriger Sänger und dankten für Zuverlässigkeit, Mitarbeit und Treue. Seit 25 Jahren ist Andreas Bojer als Sänger und jetzt als Dirigent in Plech aktiv. Auf 40 Jahre brachten es bereits Fritz Dörres, Konrad Hopp sowie Friedrich und Hans Schmidt (alle Plech). Sie wurden mit Urkunden und Ehrenzeichen des Fränkischen Sängerbundes belobigt. Für Peter Funk und Heinz Stieg vom Liederhort Ottenhof/Bernheck gab es zusätzlich die Ehrungen des Deutschen Chorverbandes nebst Ehrenausweis, der zu freiem Eintritt bei Veranstaltungen des Sängerbundes berechtigt. Beide widmen seit 50 Jahren ihre Freizeit dem Gesangverein.

Für das Finale hatten sich die Chöre dann noch einige „Leckerbissen“ ausgedacht. Die Chorgemeinschaft Velden besang unter anderem ihre Heimatstadt und den „Bajazzo“. Ottenhof lobte die „Holde Nachbarin“ in höchsten Tönen, gab „Zwei kleine Italiener“ zum Besten und brachte mit „Vive l’amour“ die Stimmung auf den Siedepunkt. Neuhaus besang den Sonnenaufgang ebenso gekonnt wie den „Chianti-Wein“ und Bärnfels punktete zu guter Letzt noch mit zwei Frühlingsliedern und der Empfehlung: „Lebe dein Leben“. Der MGV Plech setzte mit „Kad si bila mala Mare“, einem Volkslied aus Dalmatien, ein weiteres Ausrufezeichen und ließ ein Jagdlied folgen. „Ein guter Tag zu Ende geht“ meinten nach einer schottischen Volksweise zum Abschluss Chöre und Besucher gemeinsam und hätten damit den turnusmäßigen Liederabend der Veranstalter nach knapp drei Stunden nicht besser beschreiben können.

Dank zahlreicher mitgereister Familienangehöriger der vier Gastvereine war die Halle heuer sehr gut besetzt. Nicht nur deshalb gab es für die Chorleiter je ein Präsent. Wer am Samstag keine Zeit hatte, war eindeutig im Nachteil. Er muss rund zwei Jahre auf eine Neuauflage warten. 

zag

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