Montag, 18.02.2019

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Creußener Flüchtlingsunterkunft: Zu wenig Auslastung

In Creußen fällt die Auslastung unter 50 Prozent, Umwandlung steht bevor - 07.01.2019 17:50 Uhr

Der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Sudentenlandstraße in Creußen gehen allmählich die Bewohner aus. Dort könnten Sozialwohnungen entstehen. © Ralf Münch


In der Sudetenlandstraße lebten über viele Jahre Asylbewerber und Flüchtlinge aus den verschiedensten Ländern, wie Syrien, Türkei, Afghanistan und Iran. Seit Oktober 2015 kümmerten sich Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuz um die Schutzsuchenden. "Wir haben seit 2015 die Flüchtlinge betreut", erklärt Tobias Schif von der BRK-Pressestelle und fügt hinzu: "Ende März läuft unser Kooperationsvertrag aus. Was danach mit den Flüchtlingen passiert, dazu haben wir keine Informationen."

Bis dahin hilft das BRK weiterhin bei den alltäglichen Problemen. Die Hauptaufgabe war und ist die Unterstützung im Alltag. Darunter fällt etwa das Bearbeiten von Anträgen, Übersetzungen und vieles mehr. So erklärt Schif: "Alle problematischen Aufgaben, die man als Mensch haben kann – und das eben als Flüchtling." Das BRK stellte zudem den Hausmeister für die Flüchtlingsunterkunft.

Der Landkreis erhält keine Zuteilungen mehr, die Flüchtlinge bleiben aus. Ungefähr 22 Personen würden dort noch wohnen und eine Betreuung durch das BRK erhalten . "Das lässt sich wirtschaftlich nicht mehr darstellen," erklärt Bürgermeister Martin Dannhäuser. "Wir haben kaum noch Flüchtlinge", betont das Stadtoberhaupt. Das Landratsamt zahlte zunächst eine Pauschale von 25 Euro pro Tag und Einwohner, die inzwischen auf 21 Euro gesunken sei.

"Wenn weniger als die Hälfte der ursprünglich 40 Flüchtlinge im Haus verbleiben, dann wird es schwierig für die Stadt", sagt Dannhäuser. Die Ankerzentren würden die Flüchtlinge wie geplant abgreifen. Durch diese werden, laut Horst Seehofer (CSU), "schnelle und sichere Asylverfahren ermöglicht." Zusätzlich zu den Ankerzentren, habe der Flüchtlingsstrom stark abgenommen, so Dannhäuser. Gerade deshalb müsse man vorausplanen. Es sei noch gar nicht sicher, ob die Flüchtlingsunterkunft geschlossen wird, aber sehr wahrscheinlich.

Die Stadt habe aber bereits einen Zeitraum im Auge. So stehe für das Ende des Kooperationsvertrages Ende März im Raum. Falls es zur Schließung kommt, weiß die Stadt bereits, was mit dem Haus in der Sudetenlandstraße passiert. "Es wird nicht renoviert," erläutert Dannhäuser, "Wir werden diese zu städtischen Wohnungen umbauen." So plant die Stadt, aus den Ein-Zimmer-Flüchtlingsunterkünften Sozialwohnungen zu machen. 

MARTIN BURGER

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