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CSU stellt mehr Frauen und mehr Jugend zur Wahl

Landrat Hermann Hübner mit 116 von 122 Stimmen für zweite Amtszeit nominiert - 20.07.2013 10:48 Uhr

Die Spitzenmannschaft der CSU für die Kreistagswahl 2014 (v.l.n.r.): Günter Pöllmann (Mehlmeisel, Platz 9 auf der Kreistagsliste), Thorsten Leuchner (Pegnitz, Platz 5), Lissi Weigel (Goldkronach, Platz 10), Markus Täuber (Hollfeld, Platz 7), Stellv. Landrätin Christa Reinert-Heinz (Weidenberg, Platz 4), Landrat Hermann Hübner (Bindlach, Platz 1), Sabine Habla (Mistelbach, Platz 8), Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk (Goldkronach, Platz 3), Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer (Heinersreuth, Platz 2) und Fraktionsvorsitzender Günter Dörfler (Weidenberg, Platz 6). © nn


Bevor den Delegierten die Liste vorgelegt wurde, galt es, über den Spitzenkandidaten gesondert abzustimmen. Landrat Hermann Hübner, der seit März 2008 im Amt ist, wurde ohne Gegenkandidat mit 116 von 122 gültigen Stimmen nominiert. Zuvor hatte er ein überaus positives Fazit seiner ersten Amtszeit gezogen. „Die sechs Jahre waren interessant, aber alles andere als leicht“, sagte er, der vorher 14 Jahre lang als Bürgermeister an der Spitze von Bindlach stand.

Der Landkreis sei für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt. Es sei gelungen, die Maßnahmenschwerpunkte aus dem Jahr 2008 im Zusammenwirken mit der CSU-Kreistagsfraktion und in der Fraktionsgemeinschaft mit der Wahlgemeinschaft und der Jungen Liste im Wesentlichen umzusetzen.

Im Zentrum seiner Politik habe unter anderem der Bereich Bildung und Schulen gestanden. So seien die Berufsschulen mit dem Schwerpunkt Hotel- und Gaststättengewerbe in Pegnitz und die Berufsschule III mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft in Bayreuth mit einem Kostenaufwand von über zehn Millionen Euro erweitert und runderneuert worden. Für die Zukunft stehe nach 40 Jahren die Generalsanierung der Realschule in Pegnitz an. Für den Grundschulbereich kündigte Hübner an, sich dafür stark zu machen, dass die bestehenden Grundschulen in den Gemeinden bestehen bleiben. Es müsse der Grundsatz gelten: „Kurze Beine, kurze Wege“.

Weiter im Mittelpunkt seiner Politik soll der ländliche Raum mit eine guten Infrastruktur und allen notwendigen Voraussetzungen für den Fremdenverkehr stehen. Sowohl im Fichtelgebirge als auch in der Fränkischen Schweiz sei der Fremdenverkehr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit dreistelligen Millionenumsätze und der Sicherung hunderter Arbeitsplätze.

Über 100.000 Euro für Fränkische Schweiz-Museum

Speziell für das Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld kündigte Hübner für die nächste Zeit Investitionen von über 100.000 Euro an.

Als vorbildlich stufte Hübner den Landkreis in Sachen regenerative Energien ein. Mit 41 Biogasanlagen, zahlreichen Hackschnitzelheizungen und 15 bestehenden Windkraftanalagen könnten im Landkreis bereits 23 Prozent der verbrauchten Strommenge aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Fünf weitere Windräder seien bereits genehmigt, weitere 25 befänden sich in einem Genehmigungsverfahren.

Hermann Hübner habe stets nach dem Motto „Kooperation statt Konfrontation“ gehandelt, sagte der Kreisvorsitzende, Staatssekretär Hartmut Koschyk. Hübner habe alle beteiligten Kräfte im Kreistag stets miteingebunden, so dass die meisten Entschlüsse in großer Einigkeit gefasst werden konnten.

Mit großer Einigkeit wurde dann auch die Kreistagsliste verabschiedet, die vom engeren Kreisvorstand erarbeitet und mit dem erweiterten Kreisvorstand abgestimmt wurde. Neben dem Flächendeckungsprinzip, also der Aufstellung von Kandidaten aus möglichst allen Teilregionen des Landkreises, seien erstmals auch Kandidaten aus den Reihen der Jungen Union (JU) und der Frauen Union (FU) gesetzt worden.

Um einen harmonischen Generationswechsel zu vollziehen, sei es allerdings auch notwendig gewesen, bewährte und erfahrene Kandidaten, und damit auch „Stimmenbringer“ weiter hinten anzusiedeln, um den jungen den Weg frei zu machen. Koschyk bedankte sich namentlich bei Paul Lindner aus Waischenfeld, Ludwig Bäuerlein aus Aufseß, Richard Müller aus Hummeltal und Günther Vogel aus Speichersdorf. Sie alle seien freiwillig nach hinten gerückt, um den Weg für junge Leute frei zu machen.

Landrat Hübner nannte die Kandidatenliste ein hervorragendes Angebot an bewährten Kräften, aber auch der Jugend und den Frauen würden gute Chancen eingeräumt und sämtliche Gebiete des Landkreises bestens berücksichtigt. Die Liste wurde schließlich im Block von den Delegierten mit 108 von 115 gültigen Stimmen abgesegnet. 

sm

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