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CSU will Uwe Raab aus dem Amt jagen

Der Pegnitzer Ortsverband plant die Rückeroberung des Rathauses in fünf Jahren - 15.04.2015 18:10 Uhr

Eines von mehreren Projekten des Pegnitzer SPD-Bürgermeisters Uwe Raab, an deren Umsetzung sich die CSU stößt: die mit Fahrbahnteiler und Tempo-30-Regelung umgestaltete Sauerbruchstraße. © Foto: Klaus Trenz


Doch Vetterl weiß, dass die Suche nach geeigneten Kandidaten nicht einfach wird. „Das wird wahnsinnig schwer.“ Aus der Reihe der CSU-Stadträte wird der oder die Bewerber/in seiner Meinung nach nicht kommen. „Es muss ein Nicht-Stadtrat sein, der in Frage kommt“, sagt er im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten. Auch sich selbst schließt er aus: „In fünf Jahren werde ich 65 Jahre.“ Dann sei er zu alt, um seinen Hut noch in den Ring zu werfen.

Der CSU-Fraktionschef ist sich bewusst, dass ein möglicher Bürgermeisterkandidat frühzeitig herangezogen werden muss: „Die Zeit tickt sehr schnell.“ Mit Thorsten Leuchner hat die CSU einen Ortsverbands-Vorsitzenden, der im Wahljahr 2020 „im besten Alter“ sei. Doch er hat den Makel, dass er bei der Kommunalwahl im vergangenem Jahr den Sprung in den Stadtrat verpasst hatte. „Er hat eine herbe Schlappe hinnehmen müssen“, betont Vetterl.

Neben Thorsten Leuchners Namen nennt Vetterl auch den von Wolfgang Hempfling. Der Kämmerer der Stadt Pegnitz unterlag bei der Bürgermeisterwahl Uwe Raab (SPD). Er hat nach Ansicht von Manfred Vetterl das Format, erneut als Kandidat der Christsozialen anzutreten.

Gemeinsamer Bewerber

Der Fraktionschef kann sich auch andere Lösungen vorstellen, um Raab aus dem Rathaus zu drängen: „Ein gemeinsamer Bewerber von CSU, Freier Wählergemeinschaft und Pegnitzer Gemeinschaft.“ Selbst einen Kandidaten, der nicht den CSU-Stallgeruch hat, kann er sich vorstellen: Er müsse halt gewisse Grundqualifikationen mitbringen und sollte Pegnitzer sein. Ein zweites Thema, das Vetterl unter den Nägeln brennt, sind die Pegnitz-Dialoge, die Bürgermeister Uwe Raab ins Leben gerufen hat. Der Stadtrat müsse dann hinten anstehen. Bei den „Dialogen“ würden, nach Vetterls Ansicht, alle Dinge schon vorher besprochen und versprochen. Die Stadträte müssten anschließend zähneknirschend einwilligen, um nicht ständig als Neinsager dazustehen.

Vetterl nennt als Beispiel die Sauerbruchstraße (Tempo 30, Fahrbahnteiler). „Wir als Stadtrat hätten es anders gestaltet.“ Besonders missfällt ihm der geplante Skaterpark hinter der Realschule. Den wolle eine einzelne Gruppe haben. Begründet werde dies mit Wünschen im Jugendforum. 125 000 Euro soll der Skaterpark kosten — finanziert durch eine große Summe Spende und Steuergelder.

„Das ist Geldverschwendung“, ärgert sich Manfred Vetterl und kündigt massiven Widerstand der CSU-Fraktion dagegen an.  

HANS-JOCHEN SCHAUER

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