Sonntag, 24.03.2019

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Das sagt der Polizeipräsident Oberfranken zum Franken-"Tatort"

Im fünften Fall waren die Ermittler in Bayreuth gefordert - 25.02.2019 14:18 Uhr

Thomas Kügel (Mitte) spielt den Polizeipräsidenten im neuen Franken-"Tatort". Einen Tag nach der Ausstrahlung hat nordbayern.de mit dem echten Polizeipräsidenten Alfons Schieder gesprochen. © BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden


Alfons Schieder ist eigentlich "kein Tatort-Fan". Der 52-Jährige ist seit 2017 Präsident des Polizeipräsidiums Oberfranken, einzig am vergangenen Sonntag war er für eineinhalb Stunden Zuschauer, als jemand anderes seinen Platz in Bayreuth einnahm. 

Denn im neuen Franken-"Tatort" wurde die Rolle des Polizeipräsidenten von Thomas Kügel verkörpert. Der gebürtige Burgebracher dürfte vor allem den Kieler "Tatort"-Fans ein Begriff sein und sich nach seiner Rolle als Bürgermeister in den Franz-Eberhofer-Krimis deutschlandweiter Bekanntheit erfreuen. Nun also ein Auftritt als Polizeipräsident im Franken-"Tatort". 

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In diesem unterstützen er und seine Kollegen das fränkische Ermittler-Team mehr schlecht als recht, trotzdem gelingt es am Ende, den Fall aufzuklären. Für den echten Polizeipräsidenten Alfons Schieder ist die teilweise ironische Darstellung seines Schauspiel-Pendants aber kein Problem. "Ich kenne keinen Krimi, in dem der Polizeipräsident ein Sympathieträger ist", erzählt der gelernte Polizist, "optisch und sprachlich besteht ja zum Glück keine Ähnlichkeit." Dennoch weiß der 52-Jährige, dass "ein nervöser Chef selten gut ist. Insbesondere bei der Polizei."


"Ein Tag wie jeder andere": So sah das Netz den neuen Franken-"Tatort"


Schieder ist, wie er selbst sagt, "kein ausgewiesener Tatort-Fan", angesehen hat er sich den fünften Fall des Ermittler-Quartetts Voss-Ringelhahn-Goldwasser-Fleischer aber trotzdem. "Wenn der Tatort in Bayreuth spielt, dann schaut man ihn natürlich auch an", sagt er, an einen klassischen Krimi erinnere ihn der fünfte Franken-"Tatort" aber nicht. "Ich fand ihn ungewöhnlich konstruiert", sagt Schieder, "durch das für Bayreuth untypische düstere Ambiente erinnerte es mehr an einen Psycho-Thriller."

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Dass die Polizei "etwas verfälscht dargestellt" wird, findet er ganz normal, schließlich gehe es "letzten Endes um Medienkunst." Trotzdem betont der zweifache Familienvater, dass "Polizeiarbeit grundsätzlich anders funktioniert." Ein gewisses Maß an Realität will er dem Tatort in einzelnen Passagen trotzdem nicht absprechen, schließlich habe es am Ende zum Ermittlungserfolg geführt. 

Beeinträchtigt haben die Dreharbeiten die "echte" Polizeiarbeit jedenfalls nicht. Die Pressestelle der Polizei Oberfranken twitterte am Sonntag fleißig mit, verriet dabei unter anderem, dass im vergangenen Jahr nur in drei Fällen wegen Mordes ermittelt wurde. Bei vorherigen "Tatort"-Fällen hatten immer wieder Polizeibeamte aus Bayreuth als Statisten mitgewirkt, in diesem war das laut Schieder jedoch nicht der Fall. Für die Polizei Oberfranken war es "ein Tag wie jeder andere". 

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Tarik Vahle Online-Redakteur E-Mail

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