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Die Kollegen wollen "den Schweiß tropfen sehen"

Schlanke Figur kaschiert Unsportlichkeit seit Kindertagen - 27.07.2018 18:00 Uhr

Patrick Schroll, gemütlich am Bahnhof Kirchehrenbach, startet jetzt als Läufer durch. © Horst Linke


Jeden Morgen sitzen wir im Büro zusammen und überlegen uns, wie die Zeitung morgen und in den nächsten Tagen aussehen könnte. Und bei diesem Prozess — Neu-Deutsch "brainstorming" genannt — habe ich mit einer Idee erst Lacher, und dann Zustimmung geerntet.

Denn ich, dieser 1,84 Meter große und abgerundet zirka 73 Kilo schwere, 29 Jahre alte Nicht-Sportler verkündete, mich innerhalb weniger Wochen von der Couchkartoffel in einen Marathonläufer verwandeln zu wollen. Warum? Weil ich es versprochen habe. Wem, das verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Vielleicht in einem der nächsten Teile dieser Serie.

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Bevor Sie zu schnell urteilen: Ich bin zwar 29 Jahre alt und damit noch relativ jung, aber meine Kondition, die lässt gewaltig zu wünschen übrig. Wenn ich annähernd im Jogging-Tempo unterwegs bin in meinem Leben, dann nur dann, weil ich knapp noch den Zug oder Bus erwischen  will. Die Hälfte der Fahrtstrecke brauche ich dann, um wieder genug Luft zu bekommen, den Puls auf ein Normalmaß zurückzufahren.

Zu schmächtig: Ausgemustert

Vor zwei Jahren — und das ist großzügig gerechnet — war ich zuletzt im Fitnessstudio. Dort war ich insgesamt fast eineinhalb Jahre über, im Durchschnitt fast einmal in der Woche. Naja, seitdem und vor dieser Phase habe ich nichts gemacht. Außer Schulsport und das auch nur sehr ungern. Trotzdem führte meine Statur schon zu einer kuriosen Verwechslung. "Sind Sie Extremsportler?" Genau dieser Satz ist gefallen, bei meiner Musterung. Einen Marsch mit schwerem Rucksack traute man mir damals zum Glück nicht zu.

Jetzt zählt kein Alibi mehr, jetzt zählen Taten und nachweisbare Kilometerzeiten. Ich muss es dieses eine Mal einfach schaffen und diesen Schweinehund endlich stellen, einmal ein sportliches Ziel auch wirklich durchziehen und über die Ziellinie laufen. Nicht über die nach 42 Kilometern — ich will es ja nicht übertreiben. Erst mal sind 16 Kilometer mein Ziel. Beim Fränkische Schweiz Marathon am 2. September. Spätestens an diesem Tag gibt es keine Ausreden mehr. Eine Kollegin kommentierte begeistert: "Ich will den Schweiß tropfen sehen!" 

Patrick Schroll Redakteur Nordbayerische Nachrichten Forchheim E-Mail

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