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Die Technik von morgen soll weiblicher werden

Realschule Ebermannstadt ist Teil des MINT-Projektes, das mehr Schüler für Naturwissenschaft begeistern will - 06.02.2013

EBERMANNSTADT  - Die Realschule Ebermannstadt ist eine von 32 speziell geförderten Modellschulen in Bayern und koordinierende Realschule des MINT-Netzwerkes in Oberfranken. Denn um dem zunehmenden Fachkräftemangel in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen entgegenzuwirken, hat das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Jahr 2010 das Projekt MINT 21 ins Leben gerufen.

Leonie und Sophie von der Realschule Ebermannstadt bei ihren ersten Versuchen als Technikerinnen.
Leonie und Sophie von der Realschule Ebermannstadt bei ihren ersten Versuchen als Technikerinnen.
Foto: Stefan Braun
Leonie und Sophie von der Realschule Ebermannstadt bei ihren ersten Versuchen als Technikerinnen.
Leonie und Sophie von der Realschule Ebermannstadt bei ihren ersten Versuchen als Technikerinnen.
Foto: Stefan Braun

MINT steht für Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technik und soll das Interesse von jungen Leuten, insbesondere Mädchen an den Fächern des mathematisch-technisch-naturwissenschaftlichen Zweiges an Realschulen fördern.

Wichtigster Kooperationspartner der Realschule Ebermannstadt ist dabei die Firma Kennametal in der unmittelbaren Nachbarschaft. Diese übergab der Schule am Montag sechs Lego-Education-Bausätze um die Einrichtung eines Wahlkurses „Lego und Technik“ für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 zu ermöglichen.

Schulleiter Michael Schmidt verschaffte Landrat Reinhardt Glauber, CSU-Landtagsabgeordneten Eduard Nöth, Freie-Wähler-Landtagsabgeordneten Thorsten Glauber sowie den Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberfranken, Heinrich Hausknecht, Einblicke in die örtliche Projektarbeit und ihre Fortschritte.

Vor allem Mädchen begeistern

Vorgestellt wurde das Projekt von Andreas Hochholzer, dem Koordinator der MINT 21-Initiative im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Er betonte die Intention des Ministeriums, über das Projekt das Interesse junger Leute, insbesondere auch der Mädchen an den Fächern aus dem technologisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern, um so den Bedarf der Industrie nach geeigneten Nachwuchskräften langfristig decken zu können.


Konrektorin Kerstin Eichhorn erläuterte die nunmehr seit vier Jahren andauernde intensive Zusammenarbeit der Realschule mit Kennametal. In den ersten Jahren bestand die Kooperation vorwiegend aus verschiedenen Praktika. Mittlerweile unterstützt Kennametal die Realschule nicht nur monetär, sondern auch durch Vermittlung von Know-How in den verschiedensten Bereichen.

Zu Beginn eines jeden Schuljahres wird ein gemeinsamer Aktionsplan erarbeitet, der zum Beispiel für das laufende Schuljahr einen Mädchen-Technik-Tag beinhaltet. Für die 9. Jahrgangsstufe hat die Firma einen Technik-Award gestiftet, mit dem besondere mathematisch-naturwissenschaftliche Leistungen honoriert werden. Die Siegerklasse wird mit einer Fahrt zu einem Partnerbetrieb belohnt – wie zu den Audi-Werken in Ingolstadt.

Thorsten Borchert, Werkleiter des Standortes Ebermannstadt der Firma Kennametal, betonte in einer kurzen Ansprache den Mehrwert für die Firma: „Wir profitieren davon, dass junge Leute Basiswissen mitbringen und sehen, dass junge Frauen technisches Wissen erlangen und bei uns arbeiten.“

Beim anschließenden Besuch des Wahlkurses „Lego und Technik“ unter der Leitung von Mathematik- und Physiklehrer Oliver Schrüfer, der jeweils nach dem regulären Unterricht stattfindet, konnten sich Spender und Gäste vom engagierten praktischen Lernen der jungen NachwuchsTechniker überzeugen.

  

VON STEFAN BRAUN


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