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Drittes Kind der Pfarrerin ist unterwegs

Ulla Knauer verlässt nach zweieinhalb Jahren mit ihrer Familie Königstein — Wohl gefühlt - 06.08.2017 23:47 Uhr

Die Pfarrgemeinderätin Elfriede Winter hat sich in Vertretung von Pfarrer Johann Zeltsperger von Ulla Knauer verabschiedet. © Foto: Karl Schwemmer


Großes Glockengeläut begleitete den Einzug von Pfarrerin Knauer mit Dekan Schötz und der teilnehmenden Geistlichkeit zu den Klängen des Posaunenchores unter Leitung von Günter Pilhofer. Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet durch den Posaunenchor, den Kirchenchor, durch die Kirchenmusikerinnen Heidi Wohlfahrt an der Orgel und Elsbeth Maderer mit einem Solobeitrag auf dem Saxophon gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

In einer letzten Predigt als derzeit amtierende Pfarrerin benannte Ulla Knauer Erlebnisse und Ereignisse aus ihren zweieinhalb Jahren in Edelsfeld, Kürmreuth und Weißenberg, die sie und ihre Familie für ein Leben lang bereichern. Zum Bibelwort aus dem Brief des Heiligen Paulus an die Thessalonicher "Prüft aber alles und das Gute behaltet", sprach sie von den Spuren, die ein Pfarrer im einer Gemeinde hinterlässt, ebenso wie auch ihre erste Pfarrstelle, frisch von der Universität kommend, durch die gewonnenen Erfahrungen bei ihr und ihrer Familie nicht spurlos geblieben seien.

Vikarin in Erlangen

Pfarrerin Knauer stammt wie ihr Ehemann Johannes aus Erlangen, wo sie nach ihrem kirchlichen Examen in der Thomasgemeinde vom März 2012 bis August 2014 Vikarin war. Sie nahm nach der Geburt ihrer Tochter Miriam ein halbes Jahr Elternzeit, erfuhr im Dezember 2014, dass Edelsfeld ihr zukünftiger Einsatzort sein sollte. Im März 2015 erfolgte der Umzug hierher mit Dienstbeginn am 1. April.

Im Frühjahr dieses Jahr entschied sie sich aus privaten Gründen gegen eine erneute Bewerbung auf die Pfarrstelle Edelsfeld–Kürmreuth, denn aktuell erwartet sie ihr drittes Kind. So endet die Dienstzeit am 31. August. In der Zeit der Vakanz übernimmt Dr. Kurz die Betreuung der Pfarrstelle.

In ihrer Predigt wie in den Abschiedsworten nach der Entpflichtung und Segnung durch Dekan Schötz kam deutlich zum Ausdruck, dass Pfarrerin Knauer und ihre Familie sich in den Kirchengemeinden Edelsfeld und Kürmreuth sehr wohl gefühlt haben.

"Es war großartig, zwei Gemeinden mit Menschen zu erleben, die mich herzlich begrüßt haben, die aktiv Gemeindeleben gestalten, die mit Ideen und Wünschen an mich herangetreten sind. So genoss ich den Kontakt zwischen Jung und Alt.

Die Spannbreite lag zwischen Taufe, Krabbelgottesdienst bis zu Seniorenkreis und Trauerbegleitung. Diese Vielfalt war einmal mit der Grund, warum ich diesen Beruf ergriffen habe, und hier traf ich auf jene Vielfalt in den Gemeinden", so die scheidende Pfarrerin.

In den vergangenen zwei Jahren waren die Vorbereitung der Kirchenrenovierung Edelsfeld, die Installation der Lautsprecheranlage in Kürmreuth, der Aufbau eines inzwischen ökumenischen Seniorenkreises und Projekte in der Ökumene besondere Aufgaben, denen sie sich engagiert widmete.

Die Verantwortlichen der Kommunen und der Kirchengemeinden dankten ihr dies mit herzlichen Worten und persönlichen Abschiedsgeschenken. Abschied nehmen nun auch ihr Sohn Julian, als leidenschaftlicher Fußballer vom FC Edelsfeld, ihre Tochter Miriam von ihren Freundschaften aus den Krabbelgruppen, Musikgarten und Kinderturnen, aber auch ihr Mann als Co-Trainer für die kleinen Fußballer und Mitglied im Elternbeirat des Kindergartens.

Die Dankes- und Abschiedsworte von offizieller Seite und von den Ehrenamtlichen machten deutlich, dass der Weggang der Pfarrerin und ihrer Familie bereits nach diesen zweieinhalb Jahren vielfach als Verlust empfunden wird. Im Anschluss gab es einen Empfang im Gemeindehaus. 

KARL SCHWEMMER

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