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Ein "Baby" für die Schnabelwaider Feuerwehr

Neues Fahrzeug wird derzeit noch geschont — Auto fasst mehr Wasser, kann aber weniger Menschen transportieren - 10.01.2018 19:58 Uhr

Die Schnabelwaider Feuerwehr hat ein neues Auto. Das Foto zeigt den ersten Kommandanten Stefan Kiefhaber und die zweite Kommandantin Teresa Liedel. © Ralf Münch


Ende 2014 stellte man Überlegungen an, das alte Fahrzeug zu ersetzen – in diesem Jahr sind es bereits 24 Betriebsjahre. "Es hat den Stand der heutigen Technik nicht mehr und die Reparaturen, die langsam in die Tausende gehen, häufen sich", so Kiefhaber. 2015 wurde vonseiten der Feuerwehr schließlich ein Antrag auf ein neues gestellt und ein Jahr später machte man sich Gedanken darüber, wie das denn eigentlich sein sollte. Auf jeden Fall sollte es ein Kriterium erfüllen: Es sollte auf keinen Fall schwerer als 7,5 Tonnen sein. Das hat einen Grund, den der Kommandant auch erklärt. "Alles unter 7,5 Tonnen kann mit dem normalen Autoführerschein gefahren werden. Darüber braucht es den Lkw-Schein. Das schränkt die Zahl der Nutzer ein."

Ende 2016 ging die Ausschreibung für das neue Feuerwehrfahrzeug raus. Nachdem man zu einer Spezialfirma nach Görlitz gefahren war, die Feuerwehrfahrzeuge nach den entsprechenden Wünschen umbaut, um Einzelheiten zu besprechen, konnte das "neue Baby" am Montag abgeholt werden. Wobei "Baby" untertrieben ist.

Auch wenn der Kommandant es tatsächlich wie einen Schatz hütet: "Das Fahrzeug Typ Iveco Daily mit einem Aufbau der Firma BTG Görlitz steht jetzt zwar schon bei uns, wird aber erst später eingesetzt. Ich denke, dass wir es erst im April in den Dienst stellen. Am 21. Juli soll es offiziell eingeweiht werden", sagt Kiefhaber. Zum einen, weil man erst einige Übungen damit fahren will, zum anderen, weil man es noch ein wenig schonen will: "Das ist jetzt so neu, da will ich nicht, dass da gleich Streusalz hinkommt", schmunzelt der Kommandant. Und außerdem fehlt da ja auch die Beklebung und die Abnahme durch den Kreisbrandrat.

Neu, was die Ausstattung betrifft, sind der fest installierte Lichtmast und die größere Wassermenge, die transportiert werden kann. Früher waren es 600 Liter, jetzt sind es 750 Liter, die mitgenommen werden können. Neu ist auch, dass das Fahrzeug sechs Feuerwehrleute transportieren kann, im alten waren es noch neun. Kiefhaber: "Aber wir haben noch unseren Bus." Gerätschaften, wie etwa schwerer Atemschutz, Notstromaggregat, Schaumrohr oder Tragkraftspritze können vom alten Fahrzeug übernommen werden.

Rund 107 000 Euro hat das neue Mehrzweckfahrzeug gekostet und wird vom Freistaat mit 40 000 Euro bezuschusst, den Rest trägt die Gemeinde. "Unser altes Fahrzeug bleibt noch ein Vierteljahr im Dienst. Danach werden wir es verkaufen. Der Erlös davon kommt dann wieder der Gemeinde zugute", erklärt Kiefhaber weiter.  

RALF MÜNCH

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