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Ein Traktortreffen mit Volksfestcharakter

Über 4000 Besucher bei Ottenhofer Bulldog-Rallye — Knifflige Aufgaben - 02.10.2017 07:55 Uhr

Besonders knifflig bei der Bulldog-Rallye war das Blindfahren nach Punkten (linkes Bild). Top gepflegte Lanz und Fend Bulldogs ließen die Herzen von Oldtimer-Fans höher schlagen (rechtes Bild). © Thomas Weichert


Höhepunkte der Veranstaltung waren die Ortsrundfahrt der Oldtimer-Bulldogs und die Bulldog-Rallye, an der sich diesmal 21 "Kapitäne" mit ihren Dieselrössern beteiligten. Dabei galt es, sieben Geschicklichkeitsstationen zu meistern, die den Traktorfahrern viel abverlangten. So etwa beim Holzstämmeziehen, dem Blindfahren nach Punkten oder dem "Wasserparcours", einem Hindernis, das mit einem vollen Wassereimer auf der Kühlerhaube überfahren werden musste, wobei es galt, möglichst wenig Wasser zu verschütten. Oder dem Lanzenstechen, ähnlich wie im bei Mittelalter, jedoch nicht auf Pferden, sondern hoch zu Dieselross.

Ein Fend von 1952

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Über 4000 Besucher bei Ottenhofer Bulldog-Rallye

Dieses Jahr kamen rund 4000 Besucher zur Bulldog-Rallye Ottenhoff, bei der Traktor-Fans ihr Können an acht Stationen unter Beweis stellen mussten.


Den ältesten Traktor bei der Bulldog-Rallye hatte Jürgen Seitz mit seinem Fend Baujahr 1952 mitgebracht. Unter den vielen ausgestellten Oldtimern waren aber noch wesentlich ältere Modelle, etwa herrlich restaurierte Lanz Bulldogs. Mit seinem komplett restauriertem, 24 PS-starkem Fend von 1959 war Phillip Müller von den Schlepperfreunden aus Reichenschwand über die Landstraße nach Ottenhof getuckert, um bei dem, aus seiner Sicht einzigartigem, Wettbewerb dabei zu sein. Und dies schon zum vierten Mal.

Besonders knifflig bei der Bulldog-Rallye war das Blindfahren nach Punkten (linkes Bild). Top gepflegte Lanz und Fend Bulldogs ließen die Herzen von Oldtimer-Fans höher schlagen (rechtes Bild). © Fotos: Thomas Weichert


"Man sieht viele alte Bekannte wieder, aber es kommen auch immer wieder neue Gesichter dazu", sagt Müller und betont, dass es so eine Bulldog-Rallye nirgendwo anders gebe. Das bestätigt Martin Knorr aus Hüll in der Nachbargemeinde Betzenstein. Er ist zum zweiten Mal dabei, diesmal mit seinem sehr seltenem Traktor der Marke Bungartz von 1962. "Es ist einfach anders als bei allen anderen Traktortreffen, denn hier passiert etwas", resümiert Knorr. Frank Müller, Werner Kalb und Bernd Kiefhaber moderierten die Rallye, die seit 1996 alle zwei Jahre veranstaltet wird.

Daneben gab es Vorführungen historischer und moderner landwirtschaftlicher Maschinen. Mit einer riesigen alten Dreschmaschine wurde zum Beispiel gezeigt, wie mühsam früher die Spreu vom Weizen getrennt wurde. Wie einfach das heute ist, demonstrierten moderne Mähdrescher.

Ganzer Ochse gegrillt

Die Idee zur Bulldog-Rallye ist vor 29 Jahren am Stammtisch entstanden, als sich zwei Mitglieder des Gesangvereins zwei alte Traktoren gekauft hatten und damit ein Wettrennen veranstalten wollten. Dank Gesangsvereinschef Reinhold Meyer, der von Anfang an Hauptorganisationsleiter ist, hat sich die Ottenhofer Bulldog-Rallye inzwischen zu einem großem Ereignis mit Volksfestcharakter entwickelt. Heuer wurde dort erstmals ein ganzer Ochse gegrillt.

Neu in diesem Jahr waren die Vorführungen des Motocross-Clubs Lauf und Geländefahrten, bei denen eine Erwachsenen- und eine Kindermannschaft gegeneinander antraten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Fruuschweiher Musikanten und die Stadelhofener Blasmusik. Damit alles reibungslos über die Bühne ging, übernahmen rund 100 Helfer aus Ottenhofer und Bernecker Vereinen die Organisation, Bewirtung und Absperrung. 

THOMAS WEICHERT

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