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Am Dienstag sollten sich die beiden dafür vor dem Amtsgericht in Bayreuth verantworten. Erschienen ist nur der ältere der beiden. Ohnehin stellte das Jugendschöffengericht das Verfahren ein. Unter anderem auch, weil bei beiden noch andere Verfahren laufen.
Ein volles Geständnis hatte Karsten Schieseck, der Rechtsanwalt des anwesenden 23-Jährigen, zu Beginn des Prozesses angekündigt. Der Angeklagte habe zur Tatzeit im Mai 2009 weder eine Ausbildung noch Einkünfte gehabt, seine Freundin habe sich von ihm getrennt, berichtete Schieseck. Seinem Mandanten sei es schlecht gegangen, er habe Depressionen gehabt. „Da hat er sich überreden lassen mitzumachen.“
Laut dem Anwalt stiegen die beiden Männer über ein „Fenster, das sich nicht schließen ließ“, in die Tankstelle ein. Ihre Beute: Duftbäume, Zigaretten, Filterpapier, Tabak, Kaugummis, Cola, Wasser, Wodka und Jägermeister sowie 200 Euro Bargeld. Das Diebesgut hätten sie dann untereinander aufgeteilt und selbst verbraucht, sagte der Angeklagte.
Im Januar 2012 flog die Tat auf: Bei einer Verkehrskontrolle fanden die Polizisten auf dem Handy des 23-Jährigen ein Video des Einbruchs. Darüber zeigte sich der Angeklagte in der Verhandlung erleichtert. „Ich finde es besser, dass es raus ist. Es ist schwer, aber es ist so.“
Zum Zeitpunkt der Tat wohnte der Mann in Pegnitz. Seinen Komplizen kenne er „schon ewig“, nun aber habe er keinen Kontakt mehr zu ihm. Mittlerweile wohnt der 23-Jährige wieder in Bamberg. Er habe dort eine Ausbildung begonnen, die ihm Spaß mache, berichtete Schieseck. Dass er nun vor Gericht stünde, sei seinem Mandanten unangenehm. „Er hat schon der Polizei geschildert, wie das Ganze war“, sagte Schieseck.
Staatsanwältin Sybille Zwanzger beantragte, das Verfahren einzustellen, weil das Amtsgericht Bamberg den 23-Jährigen wegen anderer Vergehen verurteilt hat. Der Bamberger muss wegen Trunkenheit im Verkehr und dem Besitz von Betäubungsmitteln eine Geldstrafe zahlen. Richter Konrad Breunig stimmte dem Antrag zu, weil einerseits die Tat lange zurückliege, der Angeklagte gestanden habe und außerdem noch andere Vergehen abzubüßen seien. Ebenfalls eingestellt wurde das Verfahren gegen den 22-Jährigen, der laut Breunig vermutlich auf der Flucht ist, da bei ihm noch zwei Haftstrafen offen sind.



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