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Mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Dekan Marcus Wolf aus Pretzfeld, sein evangelischer Amtsbruder Johannes Waedt sowie Diakon und Hausleiter Tobias Parche zelebrierten, begannen die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Seniorenzentrums. Das zu den Einrichtungen in Streitberg und Ebermannstadt zählende Haus des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim wurde 2001 am Ortsrand in Richtung Dürrbrunn als beschützendes Haus, eine in Oberfranken einzigartige Einrichtung, seiner Bestimmung übergeben.
Schon damals genoss der Lindenhof, der Platz für 20 an Demenz erkrankte Menschen bot, bayernweit Vorbildcharakter. Nun wird die Einrichtung um eine „Pflegeoase“, eine spezielle Versorgungs- und Betreuungsform für neun schwerstpflegebedürftige Demenzkranke, erweitert (wir berichteten) und voraussichtlich ab April 2012 Platz für insgesamt 41 Hausbewohner bieten.
Zahlreiche Besucher nutzten den Spätsommertag dazu, nach Weißwürsten, Kaffee und Kuchen die Einrichtung zu den Klängen der Blechhulza-Bläser zu besichtigen und sich im Haus einen Eindruck vom Leben der Bewohner zu machen. Man konnte sich auch durch die Baustelle der künftigen Pflegeoase führen lassen.
20 von insgesamt 40 Mitarbeitern sind für die Betreuung der Demenzkranken rund um die Uhr da. Für ihre Arbeit brauchen sie viel Einfühlungsvermögen. Das Betreuungsteam bietet Gymnastik, Ergotherapie, Spaziergänge und Ausflüge oder die basale Stimulation an, erzählt Pflegedienstleiter Matthias Bretfeld.
Letzteres sei eine Therapie für die oft teilnahmslos im Bett liegenden Menschen. Dabei habe manchmal schon eine Massage, das Schmücken des Bettes mit Stofftieren und kleine Aufmerksamkeiten wieder die Stummen wieder zum Sprechen angeregt. Gemäß der Haus-Philosophie werden die im Haus lebenden Frauen und Männer nicht Kranke, sondern Bewohner genannt. Sie sollen in der Einrichtung in Würde weiterleben und sich möglichst frei bewegen können – zumindest bis zum Zaun, der den Gebäudekomplex umgibt.
„Haus Lindenhof ist eine beschützende, also geschlossene Einrichtung, in die nur Bewohner aufgenommen werden, die ein entsprechendes Gerichtsurteil mitbringen“, sagt der Pflegedienstleiter. „Wenn es mit einem der schwerkranken Hausbewohner zu Ende geht, dann haben auch wir schwer daran zu tragen. Da hilft oft nur das Gebet.“



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