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Eine Stunde voller Emotionen im Stadtrat Pegnitz

Uwe Raab als Bürgermeister vereidigt — Fraktionen bieten Zusammenarbeit an - 17.10.2012 21:30 Uhr

Dritter Bürgermeister Hans Böhmer (r.) vereidigt den neuen Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab. Raab hat das Amt von Manfred Thümmler (l.) übernommen.

Dritter Bürgermeister Hans Böhmer (r.) vereidigt den neuen Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab. Raab hat das Amt von Manfred Thümmler (l.) übernommen. © K. Trenz


Zweiter Bürgermeister Helmut Graf (FWG) leitete zu Beginn die Stadtratssitzung. Das älteste Stadtratsmitglied, Dritter Bürgermeister Hans Böhmer, vereidigte den neuen Bürgermeister. Ein letztes Mal ergriff Manfred Thümmler (CSU) das Wort. Er wünschte seinem Nachfolger „allseits eine glückliche und erfolgreiche Hand“.

Mit Stadtrat und Bürgerschaft solle Raab sich beraten zum Wohle unserer Stadt. Dafür gab es stehenden Beifall der Stadtrate und der Zuhörer im vollen Saal des Alten Rathauses. Thümmler übergab als symbolischen Akt Raab die Amtskette. CSU-Fraktionssprecher Manfred Vetterl war so gerührt, dass er kein Wort herausbrachte: „Ich muss mich erst fangen.“

FWG-Sprecher Hans Hümmer sagte, „was gestern gepasst hat, passt heute auch noch“. Er wünschte dem neuen Bürgermeister „Kraft, Gesundheit und eine erfolgreiche Hand“. Hümmer betonte, dass man bei der Arbeit im Stadtrat ausschließlich den Bürgern verpflichtet sei. „Es wird sicherlich unterschiedliche Auffassungen geben, aber das erhoffte Hauen und Stechen wird ausbleiben.“

Manfred Vetterl gratulierte dann Uwe Raab herzlich und bot im Namen der CSU-Fraktion die Zusammenarbeit an. Er hofft wieder auf viele einstimmige Beschlüsse, denn dies zeige, dass alles gut vorbereitet und durchdacht werde. Dass es auch unterschiedliche persönliche Meinungen geben werde, liege in der Natur der Sache. Vetterl rückte von seiner Aussage am Wahlabend ab, dass Raab ein ungeeigneter Bürgermeister sei. „Im Frust fallen Äußerungen, die man sonst nicht ausspricht.“

Werner Mildner sagte im Namen der SPD-Fraktion: „Wir sind überzeugt, dass du ein hervorragender Bürgermeister sein wirst.“ Er zitierte John F. Kennedy: „Diejenigen, die nur auf die Vergangenheit oder Gegenwart blicken, werden die Zukunft verpassen.“ Der Stadtrat werde noch so manchen Sturm gemeinsam durchsegeln. „Wir werden aber Schiffbruch erleiden, wenn wir nicht miteinander in die Takelage steigen.“ Mildner mahnte die Bereitschaft zum Kompromiss an, auch wenn es konkurrierende Interessen, Meinungen und Ansprüche geben werde.

Anneliese Kleißl-Keil (Grüne) wünschte sich von Uwe Raab Sachlichkeit und keine Parteipolitik. Sie erhofft sich, dass mancher Antrag der Grünen künftig anders gesehen werde. Thorsten Leuchner (Junge Liste) bot Raab eine konstruktive Zusammenarbeit an.

Der neue Bürgermeister dankte Manfred Thümmler für sein Herzblut und Hingabe in seinem Amt. Er werde ein Bürgermeister für alle Bürger sein - für die der Kernstadt und die der Dörfer – und sein eigenes Schrittmaß finden. Er sprach von einer Kultur der Zusammenarbeit und davon, dass er neue Formen der Beteiligung einführen will. „Ich reiche meine Hand zur loyalen und konstruktiven Zusammenarbeit. Pack mers an, gemeinsam geht es besser.“HANS-J. SCHAUER 

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