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Einmalig: Eishockey-Legende Stefan Ponitz an EVP-Bande

In Füssen vertritt Ex-Pegnitzer den Trainer Stan Mikulenka - Eis im Stadion wieder abgetaut - 12.10.2017 17:19 Uhr

Stefan POnitz war neben Markus Schwindl jahrelang der erfolgreichste Stürmer des EVP. © Lenk


Eishockey-Bayernliga

EV Füssen – EV Pegnitz (Freitag, 19.30 Uhr) – 16 Deutsche Meisterschaften sind mit dem Namen Füssen verbunden. Doch das ist Schnee von gestern. Anders als der EVP, der als einer der wenigen Vereine in Bayern seit seiner Gründung unter dem selben Namen antritt, standen bei den Allgäuern im Laufe der Zeit mehrere Neugründungen an. Obwohl bis in die 80er Jahre ein Stadion mit 16 000 Plätzen zur Verfügung stand, konnte der Verein seine Stars trotz großer finanzieller Anstrengungen nicht halten. 1982/83 war der Eissportverein finanziell am Ende, der Eislaufverein wurde als Nachfolger gegründet. Nach einer Achterbahnfahrt von der zweiten Liga bis zur Regionalliga und zurück war 2015 wegen einer drückenden Schuldenlast die Insolvenz nicht zu umgehen.

Als dritter Füssener Verein wurde wieder ein Eissportverein aus der Taufe gehoben, der diesmal aber ganz unten in der Bezirksliga neu beginnen musste. Vor teilweise bis zu 3000 Zuschauern gelang der Durchmarsch und mit einem Sieg über Bad Kissingen der direkte Aufstieg in die Bayernliga.

Hier wurde die Siegesserie der vergangenen Jahre gestoppt. Im Auftaktspiel gelang zwar noch ein knapper 4:3-Erfolg nach Verlängerung über das letztjährige Schlusslicht EA Schongau, doch beim Oberliga-Absteiger und Top-Favoriten Höchstadter EC musste das junge Team bei einer 2:7-Niederlage Lehrgeld zahlen. Allerdings fehlte dem EVF bei der Heimpremiere der Top-Scorer Nicolas Oppenberger, so dass Trainer Thomas Zellhuber auf drei Reihen reduzieren musste und deswegen gegen Schluss die Kraft auszugehen schien.

Deshalb fahren auch die Ice Dogs ohne Furcht vor dem großen Namen ins Allgäu, in der Hoffnung, dort den einen oder anderen Zähler mitnehmen zu können. Erleichtert ist die Mannschaft, dass sich der krankheitsbedingte Ausfall von Trainer Stan Mikulenka glücklicherweise als nicht so gravierend herausgestellt hat wie urspürnglich befürchtet. Nach einem kurzen Klinikaufenthalt will er am Sonntag in Buchloe bereits wieder an der Bande stehen. In Füssen allerdings wird er von der Pegnitzer Eishockey-Legende Stefan Ponitz vertreten, der kurzfristig eingesprungen ist.

Die Trainingsbedingungen allerdings waren diese Woche deutlich eingeschränkt, nachdem das erste Eis im heimischen Stadion wieder weggetaut ist. Am Donnerstag musste das Team deshalb noch einmal nach Bayreuth ausweichen. Fehlen werden gegen Füssen auf jeden Fall Johannes Runge (krank) und Christof Mendel (beruflich verhindert). Im Tor wird Maximilian Müller den Vorzug erhalten, nachdem Julian Bädermann grippal geschwächt ist.

ESV Buchloe – EV Pegnitz (Sonntag, 17 Uhr) – Geschockt von der Verletzung des Torwarts Alexander Reichlmeier, der sich schon beim Aufwärmen einen Finger gebrochen hat, starteten die Piraten mit einer 3:6-Niederlage gegen Germering in die neue Runde. Zwar wurden anschließend beim 7:4-Erfolg gegen Schongau die ersten Punkte eingefahren, doch verlief das Match nach einer klaren 3:0-Führung im Mitteldrittel so eng, dass nach dem 4:3 sogar ein anderer Spielausgang möglich gewesen wäre. Beide Spiele haben gezeigt, dass beim ESV noch die Souveränität fehlt, insbesondere dann, wenn der Gegner Druck macht. So war etwa die Paradereihe der Wanderers bei der Heimpremiere nicht zu stoppen und folglich gleich mit sechs Toren erfolgreich.  

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