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Dienstag, 22.01.2019

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Endspurt für „PEG“

Kfz-Kennzeichen gibt es voraussichtlich ab 10. Juli - 07.02.2013

Ein Feuerwehrauto mit originalem PEG-Schild hat der Oldtimer-Fan und Maschinenbautechniker Robert Friedrich in seiner Obhut. © Heidler


Die erste Reaktion des Zweiten Pegnitzer Bürgermeisters Helmut Graf auf die gute Nachricht: „Das ist toll, das freut mich sehr.“ Schon jetzt kündigte der Bürgermeister-Vize an: „Ich werde einer der Ersten sein, der das BT-Schild abmontiert.“ Im Blick zurück sagt der FWG-Kommunalpolitiker aber: „Ich kann mich noch gut an das Jahr 1972 erinnern, als der Landkreis Pegnitz aufgelöst wurde.“ Damals hatte er vom alten Pegnitzer Landratsamt aus Trauer einen Sarg für die verlorene Kreisfunktion heruntergetragen.

Zugleich räumte der momentan amtierende Stadtchef ein: „Ich habe auch schon Stimmen von Bürgern gehört, die sagten, so ein Provinzschild mache ich nicht drauf.“

In der Zulassungsstelle des Landratsamtes beschäftigt man sich längst mit der praktischen Wiedereinführung der PEG-Altkennzeichen. „Das sind Wunschkennzeichen für 10,20 Euro Zusatzgebühr“, weiß die zuständige Sachgebietsleiterin Dr. Ingrid Gleißner-Klein. Sobald der entsprechende PEG-Antrag des Landkreises im offiziellen Bundesanzeiger veröffentlicht worden ist, können die Wunschkennzeichen ausgegeben werden. „Das wird voraussichtlich am 10. Juli 2013 der Fall sein.“ Jetzt kann man sich aber noch kein PEG-Kennzeichen reservieren.

Grundsätzlich beantragen kann die PEG-Nummernschilder „eigentlich jeder“. Damit meint die Verkehrsreferentin nicht nur aktuelle oder ehemalige Pegnitzer Stadt- und Landkreisbürger.

Selbst Autobesitzer aus anderen Teilen des Bayreuther Landkreises, wie Fichtelberg oder Mehlmeisel, könnten sich dieses Wunschkennzeichen ans Auto schrauben — auch wenn sie noch nie in Pegnitz wohnten. Bis jetzt hat sich „erst ein einziger Pegnitzer“ am Zulassungsschalter nach einem PEG-Kfz-Kennzeichen erkundigt.

Ein „Sonderfall“ ist der ursprünglich gebürtige Pegnitzer und Maschinenbauunternehmer Robert Friedrich. Er wohnt zwar in Hersbruck, hat aber ein Fahrzeug mit dem Kennzeichen PEG—E 203 in seiner Obhut. Zugegeben: Es ist ein waschechtes Feuerwehrauto der Stadt mit Blaulicht und Martinshorn.

„Seit der Erstzulassung im Jahr 1958 hat es das grüne PEG-Nummernschild“, erklärt der Oldtimer-Enthusiast. Eigentlich gehört ihm der Mercedes LA 312 gar nicht, aber die Stadt hat ihm das Fahrzeug zur Pflege und Bewahrung überlassen. Nach zwei, drei Stunden Vorbereitung in der eigenen Werkstatt „habe ich es voriges Jahr sogar noch mal durch den TÜV gebracht“. Jetzt sorgt er damit sogar auf Oldtimerschauen für Aufsehen. Manchmal sind die Pegnitzer Floriansjünger damit auch selbst zu historischen Veranstaltungen unterwegs.

  

FRANK HEIDLER

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