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EV Pegnitz nach Saisonplus weiter schuldenfrei

Mittelfristiges Ziel sind 500 Mitglieder und 100 Nachwuchscracks - Eisstock-Sparte erfolgreich wiederbelebt - 28.07.2018 19:22 Uhr

Mit Kraft- und Ausdauertraining bereiten sich die Ice Dogs auf die kommende Bayernliga-Saison vor. © Braun


Albers war nach seinem Amtsantritt vor einem Jahr nicht zu beneiden: Die Ice Dogs starteten mit einer Niederlagenserie und einem desolaten Heimdebüt, was dem neu verpflichteten Trainer Stan Mikulenka den Kopf kostete. Stars wie Daniel Sevo oder Daniel Sikorski konnten das Ruder auch nicht herumreißen. Nach langer Vakanz kam schließlich mit Josef Hefner ein neuer Coach, einem Messias gleich, nicht nur wegen der in 27 Spielen unter seiner Regie erzielten 55 Punkte. Kein Wunder, dass der Vertrag mit ihm frühzeitig verlängert wurde, soll doch auf der von ihm gelegten Basis weiter aufgebaut werden.

Dem Sportlichen Leiter Jens Braun ist es gelungen, den zuletzt so erfolgreich aufspielenden Kader der Ice Dogs weitgehend zusammen zu halten. Zwar spielen Maximilian Müller, Sergej Hausauer, Florian Zeilmann oder Daniel Vlach aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr im EVP-Trikot, doch konnten mit dem Stürmer Tristan Schwarz aus der Regionalliga Ost und dem Verteidiger Ingo Krapf vom Landesligisten Haßfurt schon erste namhafte Verstärkungen gemeldet werden.

Besonders stolz ist die Vereinsführung, dass mit Rückkehrer Kilian Schauer ein erster Erfolg verzeichnet werden kann im Bemühen, Eigengewächse in die erste Mannschaft einzubinden. Er soll als Torwart-Backup weitere Erfahrung sammeln. Fragezeichen stehen noch hinter den letztjährigen Stammspielern Vinzenz und Nikolai Pleger sowie Benjamin Rakonic. 

Erklärtes Ziel ist erneut, die Bayernliga so frühzeitig wie möglich zu sichern, am besten mit einem Platz unter den ersten acht Mannschaften, was aber in einer mit dem Oberliga-Absteiger TEV Miesbach immer stärker werdenden Liga nicht einfach sei. Statt in der Abstiegsrunde will die Hefner-Truppe diesmal in der Verzahnung mit den Oberligisten agieren. Dabei habe man der freiwilligen Beschränkung auf zwei Kontingentspieler zugestimmt, auch wenn dies den Abschied des Stürmers Daniel Vlach zur Folge hatte. 

Albers hofft, die Zuschauerzahlen mit attraktivem Eishockey wie in de Schlussphase der vergangenen Saison weiter steigern zu können. Die Ansicht einiger Mitglieder, dass die Ice Dogs in der Landesliga besser aufgehoben wären, weil so Geld gespart werden könne, bezeichnete der EVP-Chef als Mär. Dort müsse man zwangsläufig vorne mitspielen und das sei ähnlich teuer wie ein Bayernliga-Engagement. Bedauert hat er in diesem Zusammenhang, dass in absehbarer Zeit aus den eigenen Reihen kein Zuwachs für die „Erste“ zu erwarten sei. 

Trotz erhöhter Ausgaben ist es dem Kassier Andreas Färber erneut gelungen, ein mit gut 10.000 Euro Überschuss überraschend positiv ausgefallenes Jahresergebnis vorzulegen und dies, obwohl allein der Spielbetrieb der ersten Mannschaft mit rund 115.000 Euro zu Buche schlug. Damit sei der EVP weiter schuldenfrei. Erfreulich seien die um 29 auf nunmehr 351 angestiegene Mitgliederzahl, der erhöhte Zuschauerzuspruch sowie Mehreinnahmen aus Veranstaltungen und Marketingmaßnahmen. Vor allem die Verkaufsbude im Stadion habe sich positiv entwickelt. Zusätzliche Ausgaben seien in nächster Zeit durch die Renovierung der Spielerkabinen und eine verstärkte Nachwuchsförderung zu erwarten. 

Pierre Steiner tritt schweres Erbe an

Ein schweres Erbe hat Pierre Steiner angetreten, der künftig für den im Mai aus beruflichen wie privaten Gründen zurückgetretenen Ralf Skarupa für den Nachwuchs verantwortlich zeichnet. Er blendete zurück auf unterschiedliche Erfolge der verschiedenen Mannschaften, bei denen etwa die U18 zwar mit 4000 Autobahnkilometern viel Erfahrung gesammelt, aber kein einziges Spiel gewonnen habe. In der kommenden Spielzeit sollen wieder vier Teams gemeldet werden, unter anderem in Kooperation mit Oberliga-Vereinen wie Höchstadt oder Weiden. Eine wichtige Aufgabe sei dabei, rund um den BEV-Coach Alexander Reichenberger einen Trainerpool für alle Altersklassen zu bilden. Über einen Sportjugendtag, eine Hockey-Woche und die Eislaufschule sollen weitere Kinder für den Eishockeysport interessiert werden.

Von einer Erfolgsgeschichte konnte der Leiter der Eisstockschützen Alexander Admaczyk berichten, ist es doch gelungen, die 2007 eingeschlafene Sparte zu neuer Blüte zu erwecken. Aktuell seien 14 Spieler im Training, die zudem bei nationalen und internationalen Turnieren Erfahrung sammeln wollen. 

Schließlich waren einschließlich der Rechnungsprüfer alle Versammlungsteilnehmer so zufrieden, dass nicht eine einzige Frage gestellt wurde. So blieb es Sven Albers vorbehalten, für den einzigen Wermutstropfen zu sorgen. Weil mittelfristig in der Stadionfrage keine Lösung zu erwarten sei, bleibe nur die Hoffnung, dass der Verband Freilufteishockey in der Bayernliga noch möglichst lange zulässt.  

ISI REINL

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