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EVP empfängt im Derby den Bayernliga-Meister

Ice Dogs wollen zeigen, dass sie trotz der 2:12-Hinspiel-Niederlage konkurrenzfähig sind - 11.01.2018 12:35 Uhr

Vor einer Woche schon konnten sich die Höchstadter Alligators als Bayernliga-Meister feiern lassen. © Ralf Rödel


Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz – Höchstadter EC (Sonntag, 17.30 Uhr) – Das Stadion wird voll sein, dafür werden schon die Fans aus dem Aischgrund und Heerscharen von Polizisten sorgen, nachdem die HEC-Ultras zuletzt in Südbayern eher unliebsam aufgefallen sind. Wenn das Match rein sportlich nicht mehr zum Knaller taugt, so liegt das an der Überlegenheit der Gäste, die unbedingt in die Oberliga zurückkehren wollen, aber auch am extrem schwachen Saisonstart der Ice Dogs. EVP-Vize Klaus Polster: „Wenn wir von Anfang an in der heutigen Verfassung aufgetreten wären, hätten wir auf Augenhöhe weit vorne mitspielen können.“

So aber steht inzwischen die Teilnahme an der Abstiegsrunde fest, nur noch die Zuteilung bei der Verzahnung mit den besten Landesligisten ist offen. Die aber hat es in sich. Aktuell müsste Pegnitz dabei in der Gruppe D zusammen mit Pfaffenhofen und Germering gegen Klostersee, Kempten, Bad Wörishofen, Reichersbeuern und Farchant antreten. Sollten Pfaffenhofen und Schongau am Sonntag punkten, der EVP aber leer ausgehen, winkt die andere Gruppe mit Buchloe, Moosburg und Königsbrunn sowie mit Nordbayern-Derbys gegen Haßfurt, Amberg, Bad Kissingen und Schweinfurt.

Überlegungen, welche Gruppe vermeintlich leichter ist, sind müßig. In der Gruppe D wird es ein Nordbayern-Vertreter gegen die Phalanx der Südbayern traditionell schwer haben. Dazu hat der ungeschlagene Tabellenführer Klostersee bisher alles in Grund und Boden gespielt, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass einer der drei Bayernligisten auf der Strecke bleibt, hoch ist. In der Gruppe C sind insbesondere die Derbys jederzeit für Überraschungen gut.

Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Vereine vor der Abstiegsrunde noch einmal kräftig aufrüsten, nachdem die Beschränkungen für die Anzahl der Kontingentspieler wegfällt. In Pfaffenhofen hat das aktuell sogar dazu geführt, dass das Trainer-Duo zurückgetreten ist, um mit dem so eingesparten Geld neue Spieler engagieren zu können.

Auch Pegnitz hat in der Verzahnung drei Ausländer zur Verfügung, den Letten Aleksandrs Kercs, den Slowenen Benjamin Rakonic und den vor zwei Wochen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verpflichteten Tschechen Daniel Vlach, der insbesondere gegen Germering sein großes Potenzial hat aufblitzen lassen. Nach Auskunft der EVP-Führung hatte er zu Saisonbeginn schon einen unterschriftsreifen Vertrag eines bayerischen Oberligisten vorliegen, der aber in letzter Minute storniert wurde. Daraufhin sei Vlach kurzerhand nach Reykjavik ausgewichen, angelockt von später nicht eingehaltenen Versprechungen eines Vereins aus der Hobby-Liga.

So landete Vlach nach Bemühungen des sportlichen Leiters Jens Braun zum Probetraining beim EVP, interessanterweise zusammen mit einem weiteren Kandidaten, dem Tschechen Dominik Synek, der zuletzt in den USA imponierende Statistiken erzielt hatte. Doch Trainer Josef Hefner entschied sich schnell für Vlach, der schon einen Tag später den EVP in Moosburg verstärkte. Synek, den er als „zu schwach“ erachtete, ist inzwischen beim Landesligisten Devils Ulm/Neu-Ulm gelandet.

Die Ice Dogs wollen im Derby beweisen, dass sie – anders als bei der 2:12-Niederlage im Hinspiel – inzwischen konkurrenzfähig sind. Nicht nur das taktische Konzept hat sich unter Trainer Josef Hefner deutlich verbessert, vielmehr präsentiert sich die Mannschaft, die neuerdings drei Mal in der Woche trainiert, körperlich viel stabiler. So träumt man beim EVP, der auf die angeschlagenen Stürmer Peirre Kracht und Daniel Krieger verzichten muss, verständlicherweise von einem Achtungserfolg gegen den amtierenden Bayernliga-Meister. Leicht wird das nicht, werden sich doch die Alligators für die Aufstiegsrunde warmspielen wollen.

Für die Verzahnung mit der Oberliga haben sie mit Nicola Henseleit zudem ein 19-jähriges Torhütertalent aus dem DNL-Team des ERC Ingolstadt unter Vertrag genommen. 

  

ISI REINL

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