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EVP kann Chancen nicht nutzen: 0:4 gegen Miesbach

Selbst 16:3 Torschüsse im Mitteldrittel und sechs Minuten Powerplay am Stück zum Schluss reichten nicht für Ehrentreffer - 25.10.2015 20:37 Uhr

Erstmals nach seiner Blinddarmoperation hütete Jens Braun wieder das EVP-Tor. © Irene Lenk


Eishockey-Bayernliga

TEV Miesbach – EV Pegnitz 4:0 (1:0/2:0/1:0) – Auch diesmal musste Pegnitz wegen des Ausfalls von Marco Zimmer (Schulterverletzung) und Stefan Ramoser (Bluterguss) in der Abwehr improvisieren. Im Tor setzte Trainer Vaclav Drobny für den weiter angeschlagenen Maximilian Müller erstmals den Routinier Jens Braun ein, nachdem sich dieser nach einer Blinddarmoperation wieder fit gemeldet hat. Er machte seine Sache über das ganze Match gesehen gut, musste allerdings bereits in der 4. Minute den Puck aus dem Netz holen, nachdem Felix Feuerreiter nach schöner Vorarbeit des neu verpflichteten Kanadiers Justin Gvora die schnelle Führung für den TEV erzielt hatte.

Wieder mussten die Ice Dogs also einem Rückstand hinterherlaufen. Dabei hatten die Fans von einer Wiederholung des Erfolgs vor 31 Jahren geträumt, als der EVP beim letzten Aufeinandertreffen noch zu Oberligazeiten mit den Kanadiern Jim File und Mike Marta in Miesbach überraschend mit 4:3 Toren gewonnen hatte.

Anders als noch am Freitag in Höchstadt ließ sich Pegnitz diesmal durch das Gegentor nicht aus der Fassung bringen, sondern lieferte sich mit dem Favoriten zumindest im Mitteldrittel eine ausgeglichene Partie mit einem klaren Übergewicht bei der Zahl der Chancen. Jedoch ließen Schwindl & Co. beim Abschluss im Duell mit dem Torhüter-Neuzugang Kai Klimesch vom Oberligisten Hamburger SV die nötige Konsequenz vermissen.

Wesentlich effektiver agierte auf Miesbacher Seite vor allem Gvora mit seiner Oberligaerfahrung aus Grafing, der in der 30. Minute während einer Drangphase der Drobny-Schützlinge auf 2:0 erhöhte. Wenig später durfte sich Sebastian Deml vom TEV nach einem Checks gegen Kopf von Anton Marsall glücklich schätzen, dass er mit einer Zehn-Minuten-Strafe davonkam.

Kaum war die Pegnitzer Überzahl erneut erfolglos abgelaufen, sorgte der vom EV Pfaffenhofen gekommene Thomas Gabler mit dem 3:0 für eine kleine Vorentscheidung. Damit war das Match endgültig auf den Kopf gestellt, lagen doch die Ice Dogs allein in diesem Drittel beim den Torschüssen mit 16:3 eindeutig vorne.

Im Schlussabschnitt verlegte sich der Gastgeber vor allem darauf, den Vorsprung zu verwalten und so sahen die rund 250 Zuschauer keine großen Höhepunkte mehr, weil auch den Oberfranken die Kraft fehlte, dem Match noch eine entscheidende Wende zu geben. So konnten die Gäste nicht einmal sechs Minuten Powerplay am Stück nützen, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen. Erneut Gabler machte kurz darauf vier Minuten vor Schluss mit dem 4:0 das Endergebnis perfekt, das dem Spielverlauf nach eindeutig zu hoch ausgefallen ist.

Die Verantwortlichen des EVP zeigten sich trotz der Niederlage mit dem Auftritt der Ice Dogs zufrieden, war doch bis auf die Chancenverwertung kein großer Unterschied auszumachen. Jetzt liegen die Hoffnungen auf den Heimspielen, wobei die Premiere eine harte Prüfung zu werden droht, gastiert doch am Freitag mit dem ESC Dorfen der bislang verlustpunktfreie Spitzenreiter.


Die Tore: 1:0 (4.) Feuerreiter/Gvora/Fissekis, 2:0 (30.) Gvora/Müller, 3:0 (35.) Gabler, 4:0 (56.) Gabler/Kirschbauer.

Strafen: TEVM zwölf plus zehn Minuten für Deml (Check gegen Kopf), EVP zwölf Minuten. 

ISI REINL

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