Donnerstag, 17.01.2019

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EVP startet durch: Vom Tabellenende an die Spitze

Ice Dogs belegen nach 5:1-Erfolg über Burgau den ersten Platz in der Abstiegsrunde - 11.01.2019 23:20 Uhr

Mit dieser Attacke bereitete Michal Mlynek das 5:0 für den EVP vor. © Reinl


Bayernliga-Abstiegsrunde 

EV Pegnitz - ESV Burgau 2000 5:1 (2:0/2:0/1:1) - Nach der verkorksten Vorrunde hatte der EVP rechtzeitig vor der Verzahnung mit der Landesliga den Reset-Knopf gedrückt und mächtig aufgerüstet. Der versprochene Neubeginn der Saison zeigte sich schon bei der Aufstellung. Hatte Pegnitz bislang oft nur ein Rumpfteam zur Verfügung, so standen jetzt plötzlich 19 Ice Dogs auf dem Eis. Dafür musste Burgau, das übrigens mit fast einstündiger Verspätung anreiste, nur 13 Cracks im Aufgebot, nachdem mit David Zachar und Vladimir Klinga laut Reglement nur zwei der insgesamt sechs Kontingentspieler aufgeboten werden durften.

Mit einem souverän herausgespielten 5:1-Erfolg über den Landesliga-Tabellenführer ESV Burgau stürmte der EV Pegnitz auf Anhieb an die Tabellenspitze der Abstiegsrunde. © Reinl


Mit den Neuzugängen konnte Trainer Josef Hefner die Reihen völlig neu zusammenstellen. Überraschend beließ er dabei die gelernten Stürmer Aleksandrs Kercs und Stefan Hagen in der Verteidigung. Als Begründung führte er an, dass sich Kercs selbst nicht mehr als der typische Torjäger sehe, sondern lieber. von hinten heraus Anlauf auf das gegnerische Tor nehme. Michal Mlynek rückte zu Roman Navarra und Michael Kuhn in den ersten Sturm, Benjamin Frank bildete mit Ingo Krapf ein Verteidigungspaar, während Sebastian Wolsch an die Seite von Stefan Hagen agierte.

Mit verstärkter Man-Power kam sichtlich mehr Struktur in die Aktionen des EVP, der gegen den Landesliga-Spitzenreiter von Anfang an dominierte und viel Druck aufbaute. Trotzdem kombinierten sich auch die Gäste mehrfach erfolgversprechend vor das Pegnitzer Gehäuse, fanden aber jeweils in Julian Bädermann ihren Meister.

Auf der Gegenseite musste Roman Jourkov in der 11. Minute den Puck erstmals aus dem Netz fischen, nachdem Michael Kuhn nach Vorarbeit von Navarra die Pegnitzer Führung besorgt hatte. Sven Adler erhöhte nur drei Minuten später auf Pass von Pierre Kracht auf 2:0 und versetzte den Allgäuern damit einen ersten Tiefschlag. "Kopf hoch" machten sich diese selbst Mut. Allerdings ohne Erfolg.

Wegen eines Defekts an der Bande ging es eineinhalb Minuten früher in die Pause. Nach dem Seitenwechsel bekamen die 350 Zuschauer ein Wintergame vom Feinsten geboten, nicht nur wegen des wieder einsetzenden Schneefalls. Auch die Ice Dogs legten noch einmal eine Schippe zu. Beim ersten Powerplay lochte erneut Michael Kuhn schon nach 36 Sekunden zum 3:0 ein. Nicht einmal eineinhalb Minuten später bewiesen die Hefner-Schützlinge auch in Unterzahl ihre Torgefährlichkeit, als der wieder stark spielende Roman Navarra ein Solo-Break mit dem 4:0 krönte. 

Michal Mlynek machte ihm in der 46. Minute bei einer weiteren Strafzeit gegen die Schwaben das Kunststück nach, als er bei einem Konter im Alleingang zum 5:0 auch noch den ESV-Schlussmann austanzte. Danach ließen die Gastgeber die Zügel etwas schleifen, wirkten in der Abwehrarbeit mitunter zu wenig konsequent und kassierten so prompt noch den Ehrentreffer der Burgauer.

Insgesamt aber präsentierten sich die Ice Dogs wesentlich souveräner und spielfreudiger. Dies lag sicher auch an den Neuzugängen, die sich auf Anhieb gut in die Mannschaft einfügten, obwohl sie nur ein einziges Mal mit ihr trainiert hatten. Besonders profitiert haben dabei an der Seite von Mlynek Roman Navarra, der seine Erfolgsserie fortsetzt, und Michael Kuhn, der als zweifacher Torschütze auch zum „Spieler des Abends“ gewählt wurde.

Die Torfolge: 1:0 (11.) Kuhn/Navarra, 2:0 (15.) Adler/Kracht/Seidinger, 3:0 (22.) Kuhn/Navarra/Mlynek (5 gegen 4), 4:0 (24.) Navarra (4 gegen 5), 5:0 (46.) Mlynek/Navarra (4 gegen 5), 5:1 (53.) Klinga/Grünauer/Zientek.

Strafen: EVP sechs, ESVB acht Minuten.  

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