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EV Pegnitz — EV Moosburg 2:15 (0:4/1:5/1:6) — Gingen die Ice Dogs von vornherein mutlos in das Match gegen den „Überflieger“ der Liga, oder wurde ihnen frühzeitig der Wind aus den Segeln genommen? Man wird es nie erfahren, legte der Gast doch bereits nach 52 Sekunden die Führung vor. Petr Kankovsky war allein vor Torwart Markus Buser postiert und konnte sich die Ecke aussuchen. Das 0:2 nur gut zwei Minuten später entsprang einer überlegten Kombination und das 0:3 wurde von der ersten EVP-Reihe begünstigt, die justament bei einem gegnerischen Angriff wechselte. Mit dem 0:4-Pausenstand war die Partie schon entschieden.
Die Ice Dogs hatten dem Gegner nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen. Moosburg, in allen Belangen deutlich überlegen, zog konsequent sein Spiel auf, dominierte klar das Geschehen und zeigte den Fans einen Klassenunterschied auf. Die Ice Dogs ließen Kankovsky, Dlugos und Popp ohne Gegenwehr durch ihre Reihen kurven und hatten selbst in Überzahl Mühe, überhaupt vor das gegnerische Tor zu kommen. Die Mannschaft agierte körperlos, lustlos und desolat im Spielaufbau. Kaum einer der meist planlos nach vorn gespielten Pässe kam an und auch die vermeintlichen Stützen wie Markus Schwindl oder Martin Lamich konnten keinerlei Akzente setzen.
Im Miteldrittel dauerte es immerhin sieben Minuten, ehe der Tabellenführer erneut zuschlug. Bei einem Break wurde auch noch Torwart Buser ausgespielt, der einem leid tun konnte. Es sollte noch schlimmer kommen: Das 0:6 markierte Alexander Feistl nur 49 Sekunden später bei einer 5:3-Überzahl des EVP mit einem blitzschnell vorgetragenen Konter.
Philipp Schmidt konnte nach schöner Vorarbeit von Christof Mendel in der 34. Minute zwar zum 1:6 einschießen, doch Moosburg sorgte noch in derselben Minute wieder für klare Verhältnisse, wenige Sekunden, nachdem ein Pegnitzer die Strafbank drücken musste. Per Doppelschlag schraubten die Aufstiegsaspiranten kurz vor der zweiten Pause das Ergebnis auf 1:9, was vor allem Markus Schwindl „auf die Palme brachte“. Lauthals kritisierte er auf der Bank das Abwehrverhalten seiner Mitspieler.
Im letzten Drittel blieb der einstige Pegnitzer Torjäger, der seit Wochen an einer Leistenverletzung laboriert, gleich in der Kabine, laut Trainer Vaclav Drobny eine Vorsichtsmaßnahme für das wichtige Spiel gegen Regen.
Jetzt begannen die „Festspiele“ für das Moosburger Team. Kam Alexander Feistl mit einem Kasten Bier für das zehnte Tor noch einigermaßen glimpflich davon, so muss Patrice Dlugos für das 1:11 sogar ein Kabinenfest für sein team ausrichten, war dies doch gleichzeitig der 300. Treffer des EVM in dieser Saison.
Kapitän Ralf Skarupa gelang kurz darauf zwar noch das 2:11, doch damit hatten die Ice Dgs endgültig ihr Pulver verschossen. Moosburg dagegen hatte immer mehr Spaß an diesem Match und erhöhte in der Folge ohne nennenswerte Gegenwehr von seiten der Ice Dogs auf 2:15, wobei der letzte Treffer erneut in Unterzahl erzielt wurde.
Im Spiel des EV Pegnitz war keinerlei Feuer zu erkennen, ja nicht einmal ein Funken Glut. Die Mannschaft agierte, als hätte sie sich bereits aufgegeben. So wird es schwer werden, vielleicht aus eigener Kraft doch noch den einen oder anderen nötigen Punkt zu holen.
Die Torfolge: 0:1 (1.) Kankovsky, 0:2 (3.) Popp, 0:3 (11.) Popp, 0:4 (13.) Gilg, 0:5 (28.) Haschberger, 0:6 (28.) Feistl, 1:6 (34.) Schmidt/Mendel, 1:7 (35.) Schwarzkugler, 1:8 (39.) Beslagic, 1:9 (40.) Hanöffner, 1:10 (41.) Feistl, 1:11 (42.) Dlugos, 2:11 (45.) Skarupa/St. Hagen, 2:12 (49.) Kankovsky, 2:13 (51.) Kankovsky, 2:14 853.) Dlugos, 2:15 (59.) Feistl.
Strafen: EVP 16, EVM 18 Minuten.
Fr. 11.05.12
Sa. 21.04.12
Sa. 14.04.12