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FC Creußen sucht noch immer einen Pächter

Kein Bewerber für das Sportheim in Sicht - 16.09.2017 09:58 Uhr

Der FC Creußen sucht nach wie vor für sein Sportheim einen neuen Pächter. Das Foto zeigt den FC-Vorsitzenden Norbert Bauerfeind vor dem Sportheim. © Ralf Münch


"Ab und zu meldet sich jemand, aber das Ganze ist schlimm", so Bauerfeind. Um etwas attraktiver für einen potenziellen Kandidaten zu sein, hatte er geladen, um den Beschluss der vergangenen Versammlung im Mai aufzuheben, was die Küche angeht. Damals hatte sich eine große Mehrheit dagegen ausgesprochen, die vom bisherigen Pächter Martin Freiberger angebotene Küche für 20 000 Euro zu übernehmen.

Dafür hätte der FC einen Kredit aufnehmen müssen. Das war auf Ablehnung gestoßen, weil gleichzeitig eine Umlage in Höhe von 50 Euro von allen Vollmitgliedern beschlossen worden war, um dem FC über die ausbleibene Pacht von 1300 Euro monatlich wegzuhelfen. Freiberger hatte Ende Juli seinen Pachtvertrag nicht verlängert.

Wie Bauerfeind erklärte, hat es nun ein neues Treffen mit Freiberger gegeben, bei dem man sich auf neue Konditionen verständigt hat. Der Ex-Pächter will jetzt nur noch 15 000 Euro für die Küche, inklusive drei Kühlräume. "Ohne Küche haben wir keine Chance jemand Neues zu finden", machte Bauerfeind deutlich. Auch was das Thema Energie angeht, gibt es eine Lösung. Der FC schließt sich wieder an das von Freiberger errichtete Blockheizkraftwerk an. Eine andere Heizvariante käme den Verein wesentlich teurer.

Den Winterdienst würde Freiberger wieder für den gesamten Parkplatz übernehmen, die anfallenden Kosten hälftig gezahlt. Dafür kann Freiberger, der auf dem Nachbargrundstück eine neue Gaststätte errichtet hat, den gesamten Parkplatz mitnutzen. Dafür zahlt er dem FC monatlich 150 Euro.

Der Küche fehle es an nichts, alles sei gut in Schuss, so Bauerfeind auf die Bedenken einzelner Mitglieder. Die 18 Jahre alten Geräte seien gut gewartet worden. Auch ein Küchenfachmann habe zum Kauf der Küche - schon beim Angebot von 20 000 Euro - geraten. Bei einer Gegenstimme wurde schließlich der im Mai gefasste Beschluss aufgehoben und den neuen Vereinbarungen zugestimmt.

Auch die Kreditaufnahme wurde einstimmig beschlossen. Der Kredit soll mit einer Laufzeit von vier Jahren genommen werden. Hier fallen fünf Prozent Zinsen an. Bei einer Summe von 15 000 Euro kämen hier auf den FC 1700 Euro an Zinsen zu. Die Versammlung einigte sich, den Kredit auf einen Höchstbetrag von 20 000 Euro festzusetzen, um bei Bedarf eine gewissen Puffer zu haben. "Wir müssen aber die Gaststätte bewirtschaften oder bald einen Pächter finden", appellierte der Vorsitzende.

Als eine potenzielle Einnahmequelle wurde schließlich die Ausrichtung des Gregorifestes alle zwei Jahre durch den FC diskutiert. "Der Vorstand hatte beschlossen, das zukünftig nicht mehr zu machen", so Bauerfeind. Davon sei man inzwischen aber abgekommen. Trotz massiv zurückgegangener Besucherzahlen – nur der Samstagabend des viertägigen Festes läuft noch gut – wolle man an dieser Traditionsveranstaltung festhalten. Frank Stadler warb für die Ausrichtung, solange es kein anderes Konzept gebe. Raimund Nols schlug vor, das Fest in die Schulturnhalle zu verlegen, um sich die Kosten des Zeltaufbaus am Heziloplatz zu sparen.

Man habe diese Möglichkeit schon öfter vorgeschlagen, so Renate van de Gabel-Rüppel, da immer nur wenig Helfer beim Zeltaufbau dabei sind. Bürgermeister Martin Dannhäußer befürchtete, dass zur Schule als Veranstaltungsort noch weniger Besucher kämen. "Der Marktplatz ist ein zentraler Ort", sagte er. Peter Böhner regte an, dass die Stadt sich um den Zeltaufbau kümmern sollte. "Gregori ist kein FC-Fest." Auch die Reduzierung der Festdauer von vier auf drei Tage wurde angeregt, eine Entscheidung aber nicht getroffen. 

FRAUKE ENGELBRECHT

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