Mittwoch, 26.09.2018

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Feueralarm toppt Besuchsprogramm in Pegnitz

Gästeschar um den österreichischen Pater Franz staunt über Schnelligkeit der Hilfskräfte - 28.08.2018 14:45 Uhr

Gerätewart Walter Steger (r.) beförderte Pater Franz (l.) und den Regionalbischof i.R. Christian Schmidt mit der Drehleiter der Wehr 30 Meter näher zu ihrem himmlischen Dienstherrn. © Reinl


Seit Jahren zieht sich eine Freundesrunde um den ehemaligen MdB Hartmut Koschyk, den Unternehmer Karlheinz Glenk und den früheren Frauenarzt Dr. Hanns Peter Kleißl immer wieder einmal zur inneren Einkehr in das Benediktinerkloster Kremsmünster in Österreich zurück.

Daraus entwickelte sich eine Freundschaft, die 2017 durch einen Busausflug der Pegnitzer Feuerwehr zur Landesgartenschau auf dem Klostergelände ihren vorläufigen Höhepunkt erlebte. Ein persönlich gehaltener Gottesdienst, ein Empfang und eine Sonderführung durch die altehrwürdigen Anlagen machten so viel Eindruck, dass Pater Franz Ackerl spontan zum Gegenbesuch eingeladen wurde.

Pater Franz (Mitte) zollte den Feuerwehrleuten nach ihrem Einsatz höchstes Lob ob ihrer Schnelligkeit. © Reinl


Der Benediktiner hielt Wort, und so erlebt er derzeit Oberfranken in all seinen Facetten. Die Festspielstadt Bayreuth stand auf dem Programm, dazu ein Ausflug nach Bamberg und natürlich ein Besuch bei der Pegnitzer Feuerwehr. Brachten der Vorsitzende Helmut Graf und Gerätewart Walter Steger den Gast schon mit der Zahl von 17 Wehren im Stadtgebiet und mit der Präsentation des Fuhrparks ins Staunen (Pater Franz: "Wir haben bei 8000 Einwohnern nur drei Feuerwehren und insgesamt nicht so viele Fahrzeuge wie Pegnitz allein"), so toppte alsbald ein realer Einsatz das Besuchsprogramm.

"Flächenbrand bei Neudorf" lautete die Alarmmeldung, die eine beeindruckende Maschinerie in Gang setzte: Walter Steger hatte sich noch nicht komplett umgezogen, als nach einer Minute und 16 Sekunden schon Robert Friedl von der benachbarten Juragruppe zur Stelle war.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Im Sekundentakt brausten ein Lastwagen des städtischen Bauhofs sowie zahlreiche Privatautos auf den Hof. Nach gut drei Minuten war das erste Löschfahrzeug in Richtung Autobahn unterwegs und nach insgesamt sechs Minuten die gesamte von der Leitstelle angeforderte Mannschaftsstärke.

"Ich bin zutiefst beeindruckt, wie schnell hier Hilfe geleistet wird. Dieses Tempo habe ich nicht für möglich gehalten", zollte der frühere Staatssekretär Koschyk höchste Anerkennung. Auch der österreichische Gast war des Lobes voll. Als die Aktiven nach 25 Minuten schon wieder zurück waren, obwohl die Suche nach dem schon erloschenen Fünf-Quadratmeter-Flächenbrand viel Zeit in Anspruch genommen hatte, konnte der Pater — wie versprochen — mit der Drehleiter doch noch 30 Meter näher zu seinem himmlischen Dienstherrn befördert werden. Kaum zu glauben, dass zeitgleich auch noch der Rettungshubschrauber Christoph 20 am nahen Krankenhaus einschwebte.

Nach diesen aufregenden Erlebnissen war es höchste Zeit, zur Ruhe zu kommen. Gelegenheit dazu bot ein Orgelkonzert von Kirchenmusikdirektor Roland Weiss mit Werken von Mozart bis zu den Beatles. Regionalbischof i. R. Christian Schmidt stellte dem Gast dabei die St. Bartholomäuskirche vor, in der er selbst sieben Jahre gewirkt hat: "Manchmal habe ich mich schon gefragt, warum ich Pegnitz wieder verlassen habe", so Schmidt rückblickend. Vielleicht denkt Pater Franz ähnlich, wenn er wieder gen Süden fährt. 

ISI REINL

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