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Der große Faschingszug mit Landrat Hermann Hübner findet wie gewohnt am Faschingsdienstag statt. Gestartet wird der Gaudiwurm um 13.30 Uhr in der Neuhauser Straße. Er zieht jedoch heuer nur noch durch die Hauptstraße. Vorher gibt es ein Platzkonzert der „Wiesenttaler“ in der Ortsmitte und vor dem Vereinslokal der Gesellschaft bei der „Ilse“.
Was dann alles auf die Schippe genommen wird, ist bis zur letzten Minute ein streng gehütetes Geheimnis der Jecken.
Unserer Zeitung war jedoch ein Blick hinter die Kulissen gestattet. Eines steht fest, heuer wird der Spieß umgedreht. Die eigenen Faschingsgrößen bekommen diesmal ebenfalls ihr Fett ab. Angeführt von der großen Vorsitzenden des Faschingskomitees, die mit einem „Säuserl“ vom Arbeitsdienst im Sportheim heimkam und es nicht mehr in die Badewanne schaffte bis zur Holzkohlen-Gisi, die ihren eigenen Wald verhökerte und nun den ausgeliehenen Rohstoff für ihren Holzkohlenvertrieb nicht mehr zurückgeben konnte.
Der Verseschmied schrieb ihnen ins Gedächtnis: „Die Köhler-Gisi Holz sich least, Wald verkauft — Geschäft vermiest“ oder „Die Wanne voll, die Heidi auch, sie liegt davor, brietsch breit am Bauch.“
Doch auch vor den Nachbarn in Ottenhof machte man nicht halt: „Ist der Hahn nicht zugedreht, läuft Wasser bis Land unter steht“, nimmt man den Lapsus einer angesehenen Familie aufs Korn. „Dem Angriffstrupp wird Angst und Bange, im Baum dou hängt a Riesenschlange“, wird auch der Feuerwehr Neuhaus ein genüssliches Faschingsstück nachgesagt, weil sie ein Kinderspielzeug auf dem Baum für ein ausgebüchstes Reptil hielt. Insgesamt kommen wieder knapp zehn Wagen mit der MS Gänsbooch als Flaggschiff und einige Fußgruppen zusammen.
Blumen, Bierdosen und Süßigkeiten landen in der Menge und die letzte Faschingszeitung wird an den Mann/Frau gebracht, damit auch der Auswärtige über alle Stückla bestens Bescheid weiß. Insider fangen von hinten zu lesen an, weil die letzten Blätter besonders informativ sind.
Bereits am Samstag, 18. Februar um 20 Uhr startet in der festlich geschmückten Mehrzweckhalle der „Ball der Vereine“. Für Tanzmusik ist heuer „Dingl Dangl & Frieds“ zuständig.
Unterhaltsame Einlagen bieten die Schlossgarde des Faschingskomitee Kühlenfels-Waidach sowie die Aktivengarde des ASV Michelfeld. Eine Maskenprämierung ist ebenfalls vorgesehen.
In der Bar ist die Feuerwehr, bei der Versorgung der Sportverein und bei der Ausgestaltung der Halle der Motorsportclub federführend. Unter Regie der Damengymnastik im SV Plech ist am Dienstag von 14 bis 17 Uhr in der Mehrzweckhalle Großer Kinderfasching mit Livemusik und tollen Spielen.
Dabei treten die Junioren der Stadtgarde des SV Glückauf Pegnitz, die vorher bereits den Umzug bereichern, auf. Am Abend bietet die Faschingsgesellschaft einen „Kehraus“.
Dabei sind „Marcus & Tommy“ für Stimmung zuständig. Am Aschermittwoch wird die Halle gleich wieder geräumt.



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