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Filialpraxis in Auerbach ist Geschichte

Amberger Ärzteduo Pommer und Eckert hat Segel gestrichen — Nachnutzung erst 2018 - 29.09.2017 11:58 Uhr

Das Untergeschoss der Sankt-Johannes-Klinik (Bild) steht aktuell leer. Die chirurgische Filialpraxis wurde Ende Juni geschlossen. © Brigitte Grüner


Seit 1. Juli 2013 war einer der beiden Spezialisten jeweils am Dienstagvormittag und am Donnerstagnachmittag zur Beratung und Behandlung in Auerbach.

Das Krankenhaus war seinerzeit an die Gemeinschaftspraxis herangetreten. Gerne seien die beiden Ärzte bereit gewesen, die chirurgische Grundversorgung in Auerbach zu übernehmen, hatte Dr. Pommer im Juni 2013 auf die damalige NN-Nachfrage erklärt. Die Hauptpraxis der beiden Ärzte blieb gleichwohl stets in Amberg. "Wir sind dankbar, dass Dr. Pommer und Dr. Eckert den Weg mit uns gegangen sind", betonte Landrat Richard Reisinger bei der Eröffnung der Praxis vor gut vier Jahren, "Damit wird in der Stadt Auerbach eine echte Versorgungslücke geschlossen, gab es doch bis zur Eröffnung dieser Filialpraxis weit und breit kein ambulantes chirurgisches Angebot".

Die Sankt-Johannes-Klinik verstehe sich als Gesundheitsdrehscheibe, unterstrich seinerzeit Vorstand Klaus Emmerich. "Wo im ambulanten Bereich größere Versorgungsengpässe existieren, bemühen wir uns um unkonventionelle Lösungen zum Wohl der Auerbacher Bevölkerung".

Die Beendigung dieses Angebotes in der Sankt-Johannes-Klinik geschah auf Wunsch und Initiative der Chirurgen Dr. Pommer und Dr. Eckert, erfuhren die Nordbayerischen Nachrichten von Roland Ganzmann. Zu den genauen Gründen verwies der stellvertretende Vorstand an die beiden Mediziner. Eine Antwort steht aus Amberg allerdings trotz schriftlicher Anfrage bislang aus.

"Aufwand und Ertrag des Betriebs in Auerbach standen wohl für die beiden Chirurgen nicht in einem Verhältnis, das einen Weiterbetrieb dauerhaft sinnvoll gemacht hätte", vermutet Ganzmann.

Aktuell gebe es interne Vorüberlegungen für eine Nachnutzung der leerstehenden Praxisräume im Untergeschoss der St.-Johannes-Klinik. Diese könnten frühestens 2018 konkretisiert werden.  

bg

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