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Flugplatz-Rennen sind eine große Gefahr für die Flieger

Verein Pegnitz hatte schon häufig mit Vandalen zu kämpfen - 04.12.2013 11:33 Uhr

Autorennen auf dem Landeplatz der Flieger? Dieter Eckert macht sich Gedanken darüber, ob den Verursachern überhaupt bewusst ist, was sie tun. Spuren auf einer Landebahn sind für Flugzeuge in Leichtbauweise eine Gefahr. © Münch


Im Laufe der vergangenen Woche wurden auf dem rund 60.000 Quadratmeter großen Platz offensichtlich Autorennen gefahren. Zu sehen sind auf der Hälfte des Geländes tiefe Furchen. „Das ist ja nicht das erste Mal, dass so was passiert. Das Problem haben wir jedes Jahr. Auch mit Pferden wird auch immer wieder über den im Winter matschigen Untergrund geritten“, sagt Eckert weiter. Oft wurde bereits die Polizei verständigt. Und die hat sich die Sache auch jedes Mal angesehen. Allerdings ohne herauszubekommen, wer für die Bodenschäden verantwortlich ist. Das ist auch der Grund, warum der Flugsportverein es jetzt sein lässt, sich mit den Gesetzeshütern in Verbindung zu setzen.

Der Vorsitzende macht sich Gedanken darüber, ob den Verursachern überhaupt bewusst ist, was sie hier tun. Denn wer denkt, dass Spuren auf einer Landebahn keine größere Gefahr darstellen sollten, der irrt: „Die ganzen Flugzeuge haben ja Leichtbauweise. Wenn man mit einer durchschnittlichen Landegeschwindigkeit von 90 Kilometer in der Stunde anfliegt und in solch eine tiefe Spur kommt, dann können hier ganz leicht Teile abfallen oder verbogen werden“, erklärt Eckert.

Schaden zieht Schäden nach

Eine Tatsache, die bereits passiert ist und kaputte Radschuhe oder auch Fahrwerkschäden mussten bereits mühselig und teuer behoben werden.

Zwar ist der Platz zurzeit eben wegen genau des matschigen Untergrunds für den Flugverkehr gesperrt, allerdings muss sichergestellt sein, dass ein Flugzeug mit einem technischen Problem im Notfall trotzdem landen könnte. Dazu ist der Verein auch verpflichtet. Und wenn dann ein Flugzeug in eine Querrinne kommt, dann kann das sogar zum Überschlag mit verheerenden Folgen führen.

Notdürftig aufgefüllt

Bereits am Sonntag standen Vereinsmitglieder am Flugplatz und haben notdürftig mit den Füßen den Matsch wieder in die tiefen Furchen getreten. Und spätestens im Frühjahr, kurz bevor die Flugsaison wieder anfängt, müssen die Schäden komplett behoben sein.

Der Frust bei den Vereinsmitgliedern ist groß: „Wir machen das ja in Eigenleistung. Aber trotzdem werden wir wieder mehrere Tausend Euro einsetzten müssen“, erklärt Oliver Berner, der beim Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Die immer wieder spontan auftretenden Furchen auf dem Gelände sind auch der Hauptgrund, warum eine schwere Walze für Ausbesserungsarbeiten angeschafft wurde.

Gemeinsam versperren

Zwar hat man inzwischen die Zufahrt zum Start- und Landeplatz zum Großteil mit Leitplanken abgesperrt, dennoch besteht eine gute Möglichkeit, über einen Feldweg aufzufahren, um seine Runden über und in das Grün zu ziehen. Das Problem ist, dass dieser Weg auch von einem Landwirt genutzt wird. Jetzt wolle man Kontakt zu diesem aufnehmen, um eventuell eine gemeinsame Lösung zu finden.

Solange allerdings keine Lösung gefunden ist, bleibt den Vereinsmitgliedern nichts anderes übrig, als jedes Jahr wieder zu Schaufel und Walze zu greifen. Und: an die Vernunft der Verursacher zu appellieren.

Flugsportvereinsvorstand Dieter Eckert mahnt, vernünftig zu sein: „Das, was hier immer wieder gemacht wird, ist kein Kavaliersdelikt. Zum einen ist das für die Flieger sehr gefährlich und zum anderen ist es Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und vor allem gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr. Und so was kann schwer bestraft werden.“ 

Ralf Münch

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