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Dieses seltene Ehejubiläum wurde in der Eckenreuther Straße gefeiert. Auch Pfarrerin Martina Beck sprach Glückwünsche aus.
Beim ersten Tanz nach dem Krieg hatten sich Margot und Hermann in Plech kennengelernt. 1947 wurden sie in Betzenstein vom damaligen Pfarrer Basse in der Stadtkirche getraut.
Margot Volkert — die sich, wie auch ihr Mann, eine Nürnberger Mundart erhalten hat — schilderte ihre Hochzeit: Ein Cousin hatte sie mit dem Auto zur Kirche gebracht und nach der Trauung zog man mit den Gästen ins „heimische Reich“. Dort wurde gefeiert, und zwar mit „Dünnbier“ und anderen Getränken. Einer spielte mit der Quetsch’n auf. Man sang viel und die Letzten gingen früh um vier Uhr. „Es war ein prachtvolles Fest.“
Die waschechten Nürnberger, deren Eltern aber aus Betzenstein stammten, mussten vorher Bombennächte in Nürnberg über sich ergehen lassen. Dabei verloren sie ihre Wohnung. Doch sie fanden bei Verwandten in Betzenstein Unterschlupf.
Hermann Volkert war im Krieg zuerst bei der Marine gewesen. Dann wurde er Infanterist. Glücklicherweise überstand er alle Kämpfe gut. Margot Volkert war in den Kriegsjahren Straßenbahnführerin in Nürnberg. Nach den Zerstörungen folgte harte Aufbauarbeit.
Ihr Mann fand 1950 bei Siemens einen Job als Feinmechaniker und arbeitete sich durch Kurse bis zum Techniker hoch. Sie war im Verkauf tätig, am Schluss im Kaufhaus Merkur.
Zur Familie gehörten bald drei Kinder, zwei Töchter und ein Sohn.
„Hätte mir meine Mutter die Kinder nicht betreut, ich hätte nicht arbeiten können“, erinnerte sich Margot Volkert dankbar.
Ihre beiden Töchter sind schon gestorben, aber Sohn Gerd ist auch zum Betzensteiner geworden. Er und seine Frau Elke müssen aber nicht oft nach dem Rechten sehen, weil die Eltern noch sehr rüstig sind.
Hermann Volkert ist übrigens Gründungsmitglied des FC Betzenstein. Er hat dort fast ein Jahrzehnt in der Mannschaft gespielt.
Das Jubelpaar stellte im Nachhinein fest, dass beide froh waren, nach dem Krieg in Betzenstein ein Quartier zu bekommen. Andererseits war es auch ein Glück, 1957 in Nürnberg eine Wohnung zu finden, weil es damit weniger Probleme mit der Arbeit gab.
Zum Ehrentag gratulierten übrigens auch sechs Enkel und drei Urenkel.



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