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Bürgermeister und Stadtrat von Betzenstein machen jetzt „Nägel mit Köpfchen“. Denn wenn in der Dorfmitte von Weidensees in diesem Jahr die B2 verbessert wird, schließt sich die Stadt an und baut auch ein Straßenstück voll aus.
Darüber hinaus will die Stadt ihren Beitrag zur Verbesserung der Bushaltestelle im Westen leisten. Denn dort steigen viele Kinder ein. Knapp 60000 Euro an Ausgaben sind vorgesehen.
Burkart Schubert vom Straßenbauamt Bayreuth war zur Ortsbesichtigung nach Weidensees gekommen. Er erklärte dem Bürgermeister und dem Stadtrat, was im Rahmen der Verbesserung der B2 getan werden kann. Dass hier etwas geschieht, war für Bürgermeister Claus Meyer schon länger ein Anliegen, aber mangels Masse war er immer „abgeblitzt“.
Der Erfolg kam aber ein Jahr später und ab September will das Straßenbauamt die B2 durch Weidensees zum Teil verbessern.
Das hat Folgen. Es kommt ein Vollausbau der Einmündung in die Ortsstraße zum Getränkemarkt. Die Betzensteingruppe wird ihre Wasserleitung erneuern. Und das Regenwasser wird künftig die Anlieger nicht mehr belästigen. Aber die Kosten der Verbesserung zahlen die Anlieger.
Beim Ausbau der Gehsteige wird künftig nicht mehr geteert, sondern gepflastert.
„Günstiger kommen wir nicht mehr zu einer solchen Maßnahme“, machte Bürgermeister Claus Meyer klar. Denn beim gemeinsamen Ausbau fielen die Kosten für die Baustelleneinrichtung weg (das zahlt der Staat). Außerdem wird auch die Betzensteingruppe zur Kasse gebeten, die ihre alten Wasserleitungen erneuert.
Heinz Weidinger (CSU) sprach das Problem „Weißes Lamm“ an. Die Besitzerin sei zwar bereit, das Haus günstig abzugeben, doch Zahlungen werde sie auf keinen Fall leisten, hat er in Erfahrung gebracht.
Bürgermeister Claus Meyer unterband diese Diskussion, denn über Grundstückskäufe könne man nur nichtöffentlich diskutieren. Das Problem sind die Grundstücksgrenzen. Bevor der Weg verbessert wird, müsse vermessen werden.
Dass dies eilt, machte das Straßenbauamt deutlich. Denn im September sollen die Bauarbeiten beginnen. Eilig ist der Ausbau aber auch, wie von Anliegern zu erfahren war, weil viele Autos zu schnell fahren. Schon oft wurde hier in der Engstelle das Fallrohr der Dachrinne abgerissen.
Das „Weiße Lamm“ steht unter Denkmalschutz, teilte Heinz Weidinger mit. Am Türstock stehe zwar als Baujahr 1775, doch dieses Datum stimme nicht. Denn 1894 sei nicht nur das danebenliegende Haus seines Großvaters abgebrannt, sondern auch das „Lamm“. Beim Wiederaufbau sei der alte Stein mit dem Datum einfach wiederverwendet worden.
Die Schotterwerke „Bärnreuther & Deuerlein“ beabsichtigen im Steinbruchgelände, die Brech- und Mischanlage nach Süden zu erweitern und die Betriebs- und Lagerflächen neu zu ordnen. Dem Antrag wurde zugestimmt. Dazu ist eine neue immissionsschutzrechtliche Genehmigung erforderlich, der auch die Stadt Betzenstein zustimmen muss. Immerhin haben Steinbruchbesitzer und Stadt nach einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Ansbach im Jahr 2010 vereinbart, durch die Verlegung des Brechers den Lärmschutz für Spies zu verbessern.
Peter Lodes (CSU) kritisierte den neuen Antrag, denn jetzt sei plötzlich von einer Umsetzung im Zeitraum von vier bis sechs Jahren die Rede. Aber die letzte Vereinbarung ging von zwei Jahren aus — und die sind bald vorbei. Durch die neuen Pläne wird befürchtet, dass der Lärm für Spies lauter wird. Es sei eine IIlusion zu glauben, dass der Brecher bald verlegt wird, „denn die müssen den Platz ja erst freisprengen“.
Rechtliche Möglichkeiten, so Bürgermeister Claus Meyer, gibt es nicht, „das hat uns das Verwaltungsgericht Ansbach aufgezeigt“. Denn die Lärmmessungen zeigten, dass die Firma alle Vorschriften einhält. Werner Ziegler (FW) aus Spies stellte fest, dass im Dorf der Lärm vom Steinbruch her erträglich ist.



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