|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Rund 500 Gläubige brachen am Sonntag zur 13. Ökumenischen Wallfahrt der Dekanate Pegnitz und Auerbach auf. Ihr Ziel war Birk.
Nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter hatte die Gruppe, die von Oberschwarzach kam. „Wir wurden schon beim ersten Lied richtig eingeduscht“, so der Creußener Pfarrer Achim Peter.
Glück hingegen hatten die Pilger, welche in Seidwitz gestartet waren. Sie erreichten trockenen Fußes das Ziel. Und es war ein besonderes Ziel diesmal, liegt der Ort doch an der Schnittstelle von vier Dekanaten und zwei Kirchenkreisen.
Da passte das Motto der Wallfahrt „An den Grenzen ist der Ort der Gottesbegegnung“ ideal. Und auch der gastgebende Pfarrer Matthias Öffner gab zu, dass es etwas Besonderes war, eine Freude und ein Anliegen, die Veranstaltung hierher zu leiten. „Birk wird jetzt Wallfahrtsort“, begrüßte er die Gläubigen, die — rechtzeitig zum Gottesdienst — im strahlenden Sonnenschein vor dem Dorfgemeinschaftshaus saßen.
Und so war die Stimmung gut. „Die Wallfahrt ist für mich ein Zeugnis des Glaubens. Ich bin stolz, auf diesem gemeinsamen Weg der Ökumene dabei zu sein“, umschrieb es eine Frau aus Thurndorf. Für Volker Drechsel, Gemeindereferent aus Auerbach, war es eine Selbstverständlichkeit, dabei zu sein. „Ökumene ist doch eine Supersache! Wir müssen doch lieber schauen, was uns verbindet, als was uns trennt.“
Das, was trennt, sprach dann der Pegnitzer Dekan Gerhard Schoenauer in seiner Dialogpredigt mit seinem Auerbacher Kollegen Dominik Sobolewski an. Viele würden immer noch auf den gemeinsamen Schritt zum Altar warten, erwähnte Schoenauer kurz den Dauerdiskussionspunkt des gemeinsamen Abendmahls. Er sprach vom Grenzen-Überschreiten, nicht nur bei der Wallfahrt. Er unterstrich, dass es gerade die Aufgabe der Kirche ist, die Freiheit zu schützen und auf Ausgrenzung und Verachtung insbesondere bei Ausländern und Migranten hinzuweisen. „Rechtsextremistische Umtriebe haben bei uns nichts zu suchen.“
Und auch Dominik Sobolewski sprach das oft verworrene und schwierige Verhältnis zur Freiheit an. „Wir beleidigen beinahe täglich unsere eigene Freiheit und die der anderen“, mahnte er. Er ergänzte, dass Gerechtigkeit und Solidarität oft an die Grenzen der Freiheit stoßen. „In einem Land, wo Milch und Honig fließen, darf es keine Grenzen zwischen katholisch und evangelisch geben. Keine Einzelkirche hat die ganze Wahrheit“, sagte er. Jeder für sich, das sei zu eng und zu bescheiden. „Es ist zu wenig, wenn man ins Land der Freiheit schauen will.“ Vielmehr müsse man voneinander lernen. „An der Grenze des Lebens rücken wir zusammen, da werden theologische Unterschiede unwichtig“, betonte Sobolewski.
„Birk war bisher für mich ein weißer Fleck auf der Landkarte“, gab Regionaldekan Josef Zerndl zu, bevor er mitteilte, dass im kommenden Jahr die 14. Wallfahrt wieder ins Auerbacher Dekanat führt. Das Ziel heißt dann Ranna.
Der Wallfahrtsgottesdienst wurde ausgestaltet von den Posaunenchören aus Pegnitz, Creußen und Birk unter der Leitung von Jörg Fuhr, vom Männergesangverein Birk unter Lothar Schön und vom Frauensingkreis Birk. Das anschließende „Fest der Begegnung“ hatte die Dorfgemeinschaft organisiert.



Jetzt aktuell:
|