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Grüner Strom für bis zu 3000 Haushalte

Windenergieanlage „Hoher Weg“ hat jetzt auch den offiziellen Segen — Imposanter Blick in das Innere - 27.07.2015 18:35 Uhr

Blick in die Technik der Windenergieanlage. In der Bildmitte der Aufzug, der in den Turm hochführt. © Foto: Klaus Trenz


Auch so kann ein Windrad aussehen: Hier hat der Reporter die Kamera von der Bodenplattform der Anlage hoch in den Turm gerichtet. Bei der offiziellen Inbetriebnahme war die Anlage öffentlich zugänglich.Foto: Klaus Trenz


Die 133 Gesellschafter aus Auerbach und Ortlesbrunn und der Umgebung sprechen von „ihrem“ Windpark: Sie haben rund 30 Prozent der Investitionssumme von insgesamt 10,6 Millionen Euro aufgebracht und somit die ideale Eigenkapitaldeckung aufgebracht. Der Sitz der Betreibergesellschaft ist in Auerbach, wovon auch die Stadt durch die Gewerbesteuer profitiert.

70 Prozent der Investitionssumme sind fremdfinanziert durch die Sparkasse Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Er sei in dieser Hinsicht von seinem „Grundsatz der Regionalität“ abgewichen, erklärte Erich Wust von der gleichnamigen Gesellschaft für Projektierung und Verwaltung erneuerbarer Energien. „Aber man marschiert nicht immer kerzengerade in eine Bank und bekommt so eben mal sieben Millionen Euro.“ Das Geldinstitut in Neustadt an der Aisch habe die notwendige „Flexibilität“ aufgebracht, sprich: Es musste ein „Zeitvorsprung“ herausgeholt, die Windräder sollten 2014 fertiggestellt werden. Man war sogar noch schneller: Drei Monate vor Inbetriebnahme waren die Windräder aufgebaut.

„Der Windpark ist nicht nur eine Investition in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern trägt auch zur Dezentralisierung der Stromerzeugung und zum Erhalt unserer Umwelt bei“, sagte Wust. Und der Slogan auf der Hinweistafel am nördlichen Windrad „Grüne Energie für Auerbach“ kann wörtlich genommen werden. Der erzeugte Strom kann über den Stromanbieter „RegioGrünStrom“ (Markt Erlbach) zeitgleich für den Verbrauch in das Stromnetz eingespeist werden, sprich: eine Direktvermarktung von Strom.

Die Betreibergesellschaft Hoher Weg geht von einem jährlichen Energieertrag von knapp zwölf Millionen Kilowattstunden aus. Damit könnten bis zu 3000 Haushalte versorgt werden. Wust geht bei guten Windverhältnissen sogar noch einen Schritt weiter: Er spricht von bis zu 4000 Haushalten. Der Vorsitzende des Beirats der Bürgerwindenergie Hoher Weg, Bernhard Krieger aus Auerbach machte bei der Einweihung nicht viele Worte: man wolle den Ertrag und deshalb eben „viel Wind“. Dekan Dominik Sobolewski und Pfarrer Moritz von Niedner weihten die Anlagen im Rahmen einer kleinen Andacht ein. 

KLAUS TRENZ

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