Donnerstag, 15.11.2018

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Heimpremiere des EVP mit Abschied von Daniel Krieger

In fieberhafter Nachtarbeit wurde Nachholspiel am Sonntag gegen Klostersee gesichert - 08.11.2018 23:25 Uhr

Am Sonntag bestreitet der Ex-Amberger Daniel Krieger sein letztes Spiel für den EV Pegnitz. Er wechselt beruflich zu den Thomas Sabo Ice Tigers. © Reinl


Eishockey-Bayernliga

ERV Schweinfurt — EV Pegnitz (Freitag, 20 Uhr) - Mit immerhin schon 15 Punkten rangiert der Aufsteiger aktuell auf einem respektablen fünften Rang. Allerdings mussten die Mighty Dogs zuletzt nach einem guten Saisonstart mit dem verlorenen Heimspiel gegen Dorfen und der Derby-Niederlage in Bad Kissingen einen deutlichen Dämpfer verkraften. Hier brachen zwei schnelle Gegentore binnen 70 Sekunden Schweinfurt das Genick, nachdem der ERV dem Spitzenreiter zwei Drittel lang Paroli geboten hatte.

ERV-Coach Zdenek Vanc warnt deshalb seine Cracks vor dem Gastspiel des Tabellenletzten: "Wenn wir glauben, da kommt Pegnitz, die haben erst drei Punkte, die schlagen wir locker, dann wird das schiefgehen. Wir brauchen auch da die volle Konzentration und den vollen Einsatz".

Vollen Einsatz über 60 Minuten zu zeigen, ist auch das Problem des EVP. Beim "Auswärts-Heimspiel" in Mitterteich gegen Königsbrunn war nach dem ersten Drittel Schluss. Die mitgereisten Fans rieben sich die Augen: Trotz einer 1:0-Führung lief plötzlich nichts mehr zusammen. Statt sich als eingeschworene Mannschaft zu präsentieren, kritisierte plötzlich jeder die Fehler der Anderen. Somit hatte der Gegner leichtes Spiel.

Fehler werden insbesondere in der heillos überforderten Abwehr jede Menge gemacht. Mit Florian Zeilmann, Vinzenz Pleger oder Vaclav Benak werden Stützen der vergangenen Saison schmerzlich vermisst, dazu fällt mit dem Routiner Christof Mendel auch der Kapitän mit einem Knöchelbruch und einem Riss des Syndismosebands wochenlang aus. Wenn jetzt auch noch der Ex-Amberger Daniel Krieger aus beruflichen Gründen nach Nürnberg wechselt, stehen nominell nur mehr vier Verteidiger zur Verfügung. Zu wenig gegen die mit Kanadiern und Tschechen gespickten Angriffsreihen der Gegner, auch wenn inzwischen Stefan Hagen hinten aushilft. Ob es zum 1. Dezember Verstärkungen gibt, ist offen. Der Sportliche Leiter Jens Braun: "Es ist nichts am Markt".

EV Pegnitz — EHC Klostersee (Sonntag, 17.30 Uhr) - Nachdem das Stadion nach dem Ammoniakunfall und dem Brand im Cabriosol diese Woche vom Landeskriminalamt freigegeben worden ist und auch zumindest eine Eismaschine wieder funktioniert, haben die Helfer alle Hände voll zu tun, um bis Sonntag eine Eisfläche ins Oval zu zaubern, damit eine drohende Spielwertung vermieden werden kann. Die "Heinzelmännchen" waren auch die Wochen vorher schon gefordert, als es galt, die Bande völlig neu zu montieren. EVP-Vize Klaus Polster: "Ein wahnsinniger Kraftakt, mussten doch schätzungsweise 4000 Schrauben neu gesetzt werden. Man muss den Hut ziehen vor dem Einsatz der vielen Freiwilligen."

Weil es sich am Sonntag schon um einen Nachholtermin handelt und alle anderen Ausweichmöglichkeiten ausgeschöpft sind, bleibt nur das Prinzip Hoffnung. Das ist auch deshalb wichtig, weil mit dem Ex-Oberligisten und jetzigen Aufsteiger Klostersee ein eher schwächerer Gegner gastiert, haben doch die Grafinger mit Ausnahme eines 6:0-Erfolgs über Geretsried die letzten sechs Begegnungen ausnahmslos verloren.

Josef Hefner wünscht sich, dass die Aussicht auf eigenes Eis zusätzliche Kräfte freisetzt und Krieger in seinem Abschiedsspiel noch einmal eine Gala-Vorstellung abliefert. Polster: "Er hat seinen Job als Bade- und Eismeister in Pegnitz gekündigt, weil er sich als neuer Equipment-Manager der Thomas Sabo Ice Tigers finanziell deutlich verbessern kann, eine Entscheidung, die der EVP respektieren muss." 

RICHARD REINL

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