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Heringsessen mit Abstecher ins Tierreich

Beitrag des Landrats ersetzte bei VHS-Traditionsveranstaltung die Büttenreden - 06.02.2013

PEGNITZ  - Nicht wie früher am Aschermittwoch oder am „Unsinnigen Donnerstag“, sondern an einem „ganz normalen Dienstag“ veranstaltete die Volkshochschule heuer ihr traditionelles Heringsessen, diesmal in der Berufsfachschule für Hotelmanagement. Für den VHS-Vorsitzenden Manfred Thümmler ist dies ein Treffen von Bildungsrepräsentanten, die „Pegnitz weltoffener“ gestalten wollen, Landrat Hermann Hübner wähnte sich eher in einem „Königreich der Tiere“.

Heringsessen in der Hotelfachschule: Chefkoch Wilfried Jacques Desmoyer, umringt von Schülerinnen, mit einem Hering.
Heringsessen in der Hotelfachschule: Chefkoch Wilfried Jacques Desmoyer, umringt von Schülerinnen, mit einem Hering.
Foto: Mark Johnston
Heringsessen in der Hotelfachschule: Chefkoch Wilfried Jacques Desmoyer, umringt von Schülerinnen, mit einem Hering.
Heringsessen in der Hotelfachschule: Chefkoch Wilfried Jacques Desmoyer, umringt von Schülerinnen, mit einem Hering.
Foto: Mark Johnston

„Ohne viel Worte!“ stand auf dem Etikett des Sommerhausener Silvaners und das war auch Programm. So wurde heuer bewusst auf Büttenreden verzichtet. Thümmler erinnerte nur an die Anfänge vor 35 Jahren, als der Gymnasiums-Chef Herbert Scherer am Aschermittwoch den damals in Pegnitz noch nicht gepflegten Fasching auf drei Stunden eindampfte. Für heuer wünschte sich Thümmler mehr den ungezwungenen Austausch, ohne schwarze, rote oder grüne Brille.

Als Neuling in dieser Runde begrüßte Thümmler seinen Bürgermeisternachfolger Uwe Raab, verabschiedet hat er den Realschul-Direktor Rolf Schlegel, der in wenigen Tagen in den Ruhestand geht.

Als alle sich schon an „Matjes nach Hausfrauenart“ und Rollmöpsen, vortrefflich zubereitet von der Küchenbrigade unter Fachlehrer Wilfried Desnoyer, labten, fühlte sich Landrat Hübner doch noch bemüßigt, die jüngsten Vorfälle um den James-Bond-Dreh der Hotelfachschule zu erklären. Eigentlich habe es sich dabei um getarnte Probeaufnahmen für den neuen Disney-Film „Ein Königreich der Tiere“ gehandelt.


Prämisse von Walt Disney sei das Motto „Je Länger, je Lieber(t)“. Eine Hauptrolle spiele der Thümmler, der nicht etwa zum einsam heulenden Wolf mutiert oder in einsamen Tiefen verschwindet, weil er ja das Blitzlicht braucht, sondern munter im Jurawasser oder im CabrioSol weiterlebt. Dort sei er sicher vor Raubfischen wie dem Hecht, der als Schulleiter in Pegnitz und Bayreuth sein Unwesen treibe, und vor trüben Gewässern wie etwa dem Lauterbach.

Bedroht sah Hübner den Pegnitzer Hummer mit ü oder den körneressenden Hempfling, der auf die rote Liste gesetzt worden sei. Wie ein aus der Apokalypse emporgestiegener Supervogel präsentiere sich dagegen der rote Raabe, nicht zu verwechseln mit der schwarzen Krähe, ein Vogel mit Intelligenz und Meister im Verstecken von Futtervorräten. Beides allerdings musste er gestern nicht unter Beweis stellen. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von dem VHS-Duo Waldemar Geigert und Christine Ott. 

rr


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