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Gespräche mit Unternehmen und Investoren sind im Rathaus an der Tagesordnung. Firmen, die erweitern oder umsiedeln wollen und mögliche Interessenten für eine Neuansiedlung sprechen regelmäßig beim Bürgermeister vor. Ein Thema, das den RathausChef seit Jahren begleitet hat, ist der Bau eines Lidl-Marktes. Auch wenn sich der Discounter momentan aus Auerbach zurückgezogen hat, „bleibt Lidl ein Thema für mich“. Allerdings akzeptiert das Unternehmen nur einen konkreten Standort, der momentan nicht realisiert werden kann. In zwei Jahren könnte sich die Situation ändern. Spätestens dann soll es weitere Gespräche geben.
Über eine Bebauungsplan-Änderung für das noch völlig brach liegende Industriegebiet Saaß wird der Stadtrat in der nächsten Sitzung am 25. Januar beraten. Es habe viele konstruktive Gespräche mit einer ansiedlungswilligen Firma gegeben. Wenn der Betrieb nach Auerbach kommt, werden sich auch viele neue Arbeitsplätze, vor allem für Männer, ergeben, ist Neuß hoffnungsvoll optimistisch. Konkrete Details oder gar Namen wolle und könne er aktuell nicht nennen. Dies werde vielleicht bis zum Frühsommer möglich sein.
Ernsthaft weiter verfolgt wird auch die Erschließung des Industriegebiets Lohe II. Der große Druck ist zwar momentan raus, weil Heim&Haus in der früheren Bego-Halle ausreichend Platz zur Auslagern der Haustürproduktion gefunden hat. Trotzdem möchte die Stadt ein Gewerbegebiet ausweisen. „Man muss passende Grundstücke vorhalten.“ Wenn ein Betrieb kurzfristig ansiedeln möchte, könne er nicht drei Jahre warten, bis die Bauleitplanung genehmigt ist. Auerbach sei weder ein touristisches noch ein kulturelles Zentrum. Auerbach punkte vor allem als Wirtschaftsstandort. „Dieses Standbein gilt es zu stärken.“ Lohe II sei demnach realistisch, nur ein Zeitplan noch nicht absehbar, sagte Bürgermeister Neuß im NN-Gespräch.
Der Textil-Discounter Takko hat am Novettaweg noch gar nicht eröffnet, und Mitbewerber KiK hat sich bereits aus Auerbach verabschiedet. Auch bei anderen Unternehmen wird hinter vorgehaltener Hand immer wieder über eine mögliche Schließung geredet. „Das sind doch alles Gerüchte“, meint der Rathaus-Chef. Er habe keinen einzigen Hinweis, dass sich weitere Märkte aus der Stadt zurückziehen wollen. Allerdings besprechen solche Firmen ihre Entscheidungen auch nicht mit der Stadtverwaltung. „Sie treffen ihre eigene wirtschaftliche Entscheidung.“
Wichtig ist Joachim Neuß die Wiederbelebung des früheren Lidl-Marktes am Oberen Torplatz. Besonders die Bürger, die in Richtung Gottvaterberg wohnen, trauern dieser Einkaufsquelle nach. Er sei seit längerem in engem Kontakt mit der Inhaberfamilie und einem Immobilienvermittler. Aktuell werde ein Gutachten für die Fläche erstellt. Ziel wäre die Ansiedlung eines Geschäftes mit Lebensmitteln. In vielen Städten entwickeln sich durchaus wieder Kleinstrukturen neben den großen Verbrauchermärkten. Ein derartiger Laden wäre am Oberen Torplatz willkommen.



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