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Hohenmirsberg siegt in Kampfabstimmung

Der Ort macht in Sachen ,Dorferneuerung‘ das Rennen vor Kühlenfels — Stadtrat setzt auch Püttlach nach vorn - 30.01.2013

POTTENSTEIN  - Um die nächste Dorferneuerung und auch um die nächste „einfache Dorferneuerung“ drehte sich alles in der Stadtratssitzung. Püttlach soll im ersten Fall zuerst an die Reihe kommen, Hohenmirsberg im zweiten.

Hohenmmirsberg soll jetzt schöner werden als es aus der Ferne sowieso schon ist. Es bekam den Zuschlag für die einfache Dorferneuerung.
Hohenmmirsberg soll jetzt schöner werden als es aus der Ferne sowieso schon ist. Es bekam den Zuschlag für die einfache Dorferneuerung.
Foto: Irene Lenk
Hohenmmirsberg soll jetzt schöner werden als es aus der Ferne sowieso schon ist. Es bekam den Zuschlag für die einfache Dorferneuerung.
Hohenmmirsberg soll jetzt schöner werden als es aus der Ferne sowieso schon ist. Es bekam den Zuschlag für die einfache Dorferneuerung.
Foto: Irene Lenk

„Es ist eine Riesenchance für Pottenstein, die durch langfristige Planungen — aber nur mit der Bevölkerung — erfolgreich sein kann“, sagte dazu Stadtrat Franz Macht. Es ging um die Ergebnisse der Klausurtagung der Räte zum Thema in Klosterlangheim. Wegen der Reihenfolge für eine „einfache Dorferneuerung“ kam es am Schluss zu einer Kampfabstimmung.

Einstimmig sprach sich der Stadtrat dafür aus, als Erstes eine Dorferneuerung in Püttlach (für 2015/16) zu planen. In Klosterlangheim hatten dafür 14 Räte gestimmt. Elf Stimmen gab es für Tüchersfeld, das nun auf dem zweiten Platz vor Haselbrunn und Waidach landet.


Laut Thomas Müller vom „Amt für ländliche Entwicklung“ wird nun in Kürze in Püttlach eine Bürgerversammlung stattfinden, um dort herauszufinden, ob die Püttlacher mitziehen. Engagieren sie sich nicht, kommt Tüchersfeld dran. Bis zu 60 Prozent Zuschüsse könnte es von der EU geben. 55 Prozent sind realistisch. Bei der einfachen Dorferneuerung liegt die Zuschussobergrenze bei 250000 Euro.

Je zwölf Stimmen gab es für die einfache Dorferneuerung für Hohenmirsberg und Kühlenfels bei der Klausurtagung. Nun standen die Stadträte vor der Entscheidung, welcher Ort kommt dran?

Hans Eckert (CSU) warb für seinen Heimatort Kühlenfels. Man müsse unterscheiden, ob die Maßnahmen der Ortsverschönerung oder der Sicherheit dienen. Und in Kühlenfels müsse viel für die Sicherheit getan werden, weil ab und zu der Gehsteig fehlt. „Die Durchgangsstraße ist außerdem ein Sicherheitsrisiko für Kinder und ältere Menschen.“

„Dieses Argument geht fehl“, konterte Hans Schleicher (BU). Denn wenn die Kreisstraße umgebaut werde, habe man den Gehsteig umsonst gebaut. Dem hielt Josef Schrüfer (FWG), auch ein Kühlenfelser, entgegen, dass in der nächsten Zeit nicht mit einem Vollausbau der Kreisstraße durch Kühlenfels zu rechnen sei. Auch für ihn ging es um die Sicherheit.

Hohenmirsbergs Ortssprecher Ludwig Stiefler betonte aber, dass auch in Hohenmirsberg die Sicherheit an der Staatsstraße vorgehe. Auch hier fehlten Gehsteige und eine Verkehrsberuhigung sei dringend nötig.

Stiefler hielt Eckert dessen Aussage vor zwei Jahren vor, als es bei der Straßenentwässerung um den „Zweizeilerstreit“ bei der Sanierung der Ortstraße zum Kühlenfelser Schloss ging. Da habe Eckert noch behauptet, dass Kühlenfels keine Dorferneuerung, sondern nur diese eine Straße brauche.

Bürgermeister Stefan Frühbeißer ließ schließlich keine Wortmeldungen mehr zu und stimmte ab. Er war auch für Hohenmirsberg. Mit 13 zu sechs Stimmen bekam schließlich Hohenmirsberg den Vorzug. Danach sind Kühlenfels, Kleinkirchenbirkig, Vorderkleebach und Regenthal an der Reihe. Dies kann aber Jahre dauern.

Außerdem stehen im Konzept noch rund 200 Einzelmaßnahmen in fast allen Ortsteilen an, für die nun eine Prioritätenliste kommt. Am Laufen sind bereits der Vorplatzbau des Feuerwehrgerätehauses in Weidenhüll bei Leienfels, in Püttlach ein Steg über die Püttlach und die Radwegeverbindung zwischen Kirchenbirkig und Regenthal.

In diesem Jahr soll dann auch der Gehsteigbau in Kirchenbirkig noch realisiert werden. Für den Radwegebau entlang der Kreisstraße von der B470 nach Elbersberg liegt aber noch keine Zuschusszusage vor, so Frühbeißer. Der Radweg von Tüchersfeld nach Behringersmühle soll nächstes Jahr ausgebaut werden. 

tw


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