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Hollfelder Ultras nehmen Bedenkzeit

Hollfelder Fan-Verein unter kommissarischer Leitung - 15.10.2012

Den Fans des ASV Hollfeld steht ein spannendes und dramatisches Saisonfinale bevor. Ihre Mannschaft ist nämlich eine von sieben, die in der Bayernliga Nord vor dem letzten Spieltag noch absteigen können.

Den Fans des ASV Hollfeld steht ein spannendes und dramatisches Saisonfinale bevor. Ihre Mannschaft ist nämlich eine von sieben, die in der Bayernliga Nord vor dem letzten Spieltag noch absteigen können. © Irene Lenk


Bei der Hauptversammlung erklärte nach dem Bericht des Vorstandssprechers Daniel Amschler und dem Kassenbericht von Nicole Richter  die gesamte Vorstandschaft ihren Rücktritt. Für die Neuwahl stünden ihre Mitglieder nicht mehr zur Verfügung.

Dieser Schritt entfachte eine lange Diskussion über den Fortbestand eines der größten Vereine in der Stadt Hollfeld. Als Gründe für die bevorstehende Auflösung wurden die mangelnde Bereitschaft der 200 Mitglieder genannt, die erste Mannschaft des ASV Hollfeld bei den Heimspielen zu unterstützen, dazu die ebenso mangelhafte Beteiligung bei Aktionen der Hollfeld Ultras und die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Vorstand des ASV Hollfeld und den Hollfeld Ultras über den Zukauf von Spielern für die erste Mannschaft.

Fan-Block verwaist

Wie in den letzten Spielen zu beobachten war, war der Fan-Block nichtmehr besetzt  und die Stimmung und das Anfeuern der Mannschaft haben gefehlt. Bezüglich des Zukaufs von Spielern stellte Markus Taschner als Akteur der ersten Mannschaft klar, dass der ASV Hollfeld in der Bayernliga  spiele und dieses Spielniveau „nicht nur von sogenannten Hollfelder Jungs“ bestritten werden könne.

Man werde in Zukunft in Kauf nehmen müssen, das „die halbe Mannschaft mit Auswärtigen bestückt“ werden müsse. Für ihn als Spieler sei wichtig, dass die Spieler, die zugekauft werden, in das Mannschaftsgefüge passen. Dies sei bei den letzten Zukäufen des  Trainers und der ASV-Vorstandschaft einwandfrei gelungen. Nicht umsonst spiele Hollfeld derzeit im vorderen Drittel der Bayernliga-Nord.

Präsident Konrad Keilholz  und Vorsitzender Alfred Arnold appellierten namens des ASV an die Ultras-Mitglieder, weiter zu machen. Vereinsgeschehen ist immer ein Auf und Ab. Aus ihrer  Erfahrung machten sie  deutlich, dass die Vorstandschaft eines Vereins immer im Kreuzfeuer der Meinungen stehe. Damit müsse sich eine Vorstandschaft abfinden.

Vorschlag zur Güte

Kreisspielleiter Manfred Neumeister zeigte zum einen Verständnis für die Meinung der Ultras über den Zukauf von Spielern, da ein Verein sehr schnell verschuldet sein kann  und dann zurückfällt. Er lobte jedoch im Gegenzug die guten Verbindungen zwischen Ultras und der Mannschaft des ASV Hollfeld. Er gab zu bedenken, dass ein Verein schnell aufgelöst ist, ohne die Folgen zu bedenken. Die Hollfeld Ultras genießen laut Neumeister oberfrankenweit Ansehen.

Er schlug der jetzigen Vorstandschaft vor, für ein Jahr kommissarisch die Vereinsgeschäfte  weiter zu führen und vorerst die Aktivitäten, die nicht das Sport- und Mannschaftsgeschehen betreffen, ruhen zu lassen. Man sollte gemeinsam zwischen den Vorstandsgremien von ASV und Ultras sowie der Mannschaft versuchen, gemeinsame Aktionen, unter Einbeziehung der Sportjugend, anzugehen. Hier könnten dann wieder neue Ideen und Mitglieder  gewonnen werden und es werde mit Sicherheit wieder aufwärts gehen. Martin Taschner sicherte namens der Mannschaft des ASV Hollfeld Unterstützung zu.

Die Abstimmung ergab, dass die bisherigen Vorstandsmitglieder  mit Ausnahme von Daniel und Wolfgang Amschler die Geschäfte bis zum 22. Juni 2013 weiterführen werden. Ab diesem Zeitpunkt stehen dann Neuwahlen oder die Auflösung der Hollfeld Ultras an. 

gel

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