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Kandidat fürs Ahorntal: Vermittler in Sachen Rathaus-Neubau

Grünen-Kandidat Florian Questel sieht sich als Pflegemanager gut fürs Bürgermeisteramt gerüstet - 27.11.2018 17:31 Uhr

Florian Questel (Grüne) möchte Ahorntaler Bürgermeister werden. © Klaus Altmann-Dangelat


Questel hat eine Ahorntalerin geheiratet. Das Paar hat vor sechs Jahren in Dentlein bei Kirchahorn ein Haus gebaut. Seitdem verfolgt das Mitglied der Grünen die Kommunalpolitik in der Gemeinde. Nach dem Rücktritt von Gerd Hofmann möchte Questel die Geschicke der Gemeinde steuern.

Im Gespräch erläuterte er einige seiner Ziele. "An erster Stelle würde ich die Informationspolitik zwischen Rathaus und Bevölkerung verbessern. Denn im Lauf der Diskussionen um einen Neubau haben sich viele Lager gebildet."

Solch einer Entwicklung möchte Questel einen Riegel vorschieben. Er sieht sich als idealer Vermittler zwischen den verschiedenen "Fronten". "Ich bin ein Außenstehender, ich habe mich in die Debatten bislang nicht eingemischt." Dem Kandidaten der Grünen ist ein Begriff in der Gemeindepolitik ganz wichtig: Transparenz. Er möchte so viel wie möglich informieren und die Bürger in die Gemeindepolitik einbinden.

Questel setzt sich auch für die traditionellen Werte der Grünen ein: Naturschutz und nachhaltige Landwirtschaft, "denn jeder will gesunde Lebensmittel kaufen", ist der Kandidat überzeugt. Als Bürgermeister würde er sich für Projekte wie die Öko-Modellregion einsetzen. "Ich bin gut mit Landes- und Bundespolitikern vernetzt", erläutert der Vater zweier Kinder. "Ich werde als einer der Ersten erfahren, wenn in Ministerien Programme für die Verbesserung der Umwelt aufgelegt werden."

Er nennt ein konkretes Beispiel: "Ich bin besorgt über den Rückgang der Zahl der Insekten und Vögel. Hier kann man gegensteuern: Man kann Hecken an strategischen Bereichen pflanzen, wo sich den Tieren dann Rückzugsmöglichkeiten bieten." In Mittelfranken seien Bio-Landwirte so vorgegangen. Obwohl sich die Anbaufläche verkleinert habe, sei der Netto-Ertrag gestiegen.

Questel würde sich als hauptamtlicher Bürgermeister neben dem Rathaus-Neubau auch dem Thema Fahrradwege verstärkt widmen. "Die geplante Trasse in Richtung Oberailsfeld finde ich sehr wichtig, nicht nur als Angebot für die Touristen." Ein anderes Thema ist der Mobilfunk. "In der Gemeinde gibt es viele Funklöcher, was natürlich neben den Privatleuten auch die zahlreichen Gewerbebetreibenden benachteiligt", so Questel. Er zieht den Rahmen noch größer: "Es muss uns generell gelingen, die Rahmenbedingungen vor allem für junge Familien zu verbessern. Wenn uns das gelingt, können wir als Gemeinde optimistisch in die Zukunft blicken." Ein Detail in diesem Zusammenhang: Der 38-Jährige will sich dafür einsetzen, dass der Geldautomat der Sparkasse stehen bleibt. "Denn wo sonst sollen die Bürger ihr Geld holen?" 

KLAUS ALTMANN-DANGELAT kad

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