Mittwoch, 26.04. - 17:44 Uhr

|

Kirche in Creußen wird saniert

Arbeiten am Gotteshaus Sankt Jakobus starten im Mai - 21.04.2017 19:55 Uhr

Die Creußener Sankt Jakobuskirche wird gerade eingerüstet. Die Generalsanierung soll Anfang Mai beginnen.

Die Creußener Sankt Jakobuskirche wird gerade eingerüstet. Die Generalsanierung soll Anfang Mai beginnen. © Ralf Münch


Es ist ein dicker Brocken, der für die Kirchensanierung aufgebracht werden muss: rund 3,6 Million Euro. Die Summe wird allerdings aufgeteilt: Die Landeskirche beteiligt sich mit 780.000 Euro, die Oberfrankenstiftung mit 270.000 Euro, die Landesstiftung und die Stadt Creußen mit jeweils rund 15.000 Euro; die Kirchengemeinde muss noch 400.000 Euro aufbringen. Den Rest trägt der Staat Bayern.

"Natürlich haben wir noch Rücklagen. Aber keine 400.000 Euro. Nicht in dieser Höhe. Wir müssen einfach mal schauen, wie wir das zusammenbekommen. Natürlich sind wir auch auf Spenden angewiesen. Aber die umliegenden Gemeinden unterstützen uns da auch", so der Pfarrer.

Wunsch besteht schon länger

Der Wunsch und die Notwendigkeit der Generalsanierung existieren beim Pfarrer und seiner Gemeinde schon seit 2004. Allerdings musste erst einmal die Stadtkirche saniert werden. Peter: "Da muss man einfach Prioritäten setzen." Außerdem mussten erst einige offene Fragen geklärt werden.

Eine der wichtigsten war, in welchem Zustand sich das Fundament befindet, auf dem die Kirche steht. Denn 1994 sind Keller unterhalb der Kirche eingestürzt. Diese wurden zwar wieder aufgefüllt, aber in der Mauer beim Chor ist ein dicker Riss zu sehen. "Wir mussten mit Bohrungen erst abklären lassen, ob dieser Riss eventuell von den Kellern kommt. Ob da Bewegung im Untergrund ist. Dem war aber nicht so", erklärt der Pfarrer.

Die Generalsanierung betrifft alle Bereiche der Kirche: Rissschäden müssen ausgebessert, der Dachstuhl repariert – besonders der Glockenturm ist massiv beschädigt –, Heizungen ausgetauscht, Elektrik neu eingebaut oder Abwasserleitungen neu verlegt werden. Und die Fassade braucht sowieso wieder einen neuen Anstrich.

Neue Orgel muss her

Die letzte Sanierung war im Zeitraum von 1967 bis 1970. Seitdem wurden an der Kirche kaum Arbeiten ausgeführt. Eine neue Orgel muss auch wieder angeschafft werden. Die alte ist seit Ende 2008 außer Betrieb. Es bestand die Gefahr eines Funkenschlags, was in einem Gebäude, in dem sehr viel Holz verbaut wurde, natürlich brandgefährlich ist.

"Woran uns auch sehr gelegen war, ist eine Toilette an der Nordseite der Kirche zu bauen. Zwar bestand immer die Möglichkeit, die Toilette im Gemeindehaus zu nutzen, aber Gottesdienstbesucher mit Gehbehinderung taten sich einfach schwer. Und für genau jene wird der Eingangsbereich auch behindertengerecht ausgebaut", erklärt Achim Peter weiter.

Man hofft, dass das Gerüst am Kirchturm bis zur ersten Maiwoche steht, damit dann die Arbeiten beginnen können. Im nächsten Jahr soll dann mit dem Kirchenschiff begonnen werden, so zumindest der Plan und der Wunsch aller Beteiligten. Sicher kann man sich bei solchen Projekten allerdings nie sein, denn die Erfahrung zeigt, dass manchmal Sachen dazu kommen, mit denen man am Anfang nie gerechnet hatte.

Solange mit den Arbeiten im Innenraum nicht begonnen wird, was erst 2019 erfolgen soll, werden trotz der Sanierung Gottesdienste abgehalten. Ab 2019 sieht es dann anders aus. Dann muss man irgendwo hin ausweichen. "Ich hab da schon einige Ideen. Aber momentan sind die noch nicht spruchreif. Da braucht es erst noch Gespräche. Aber das wird bestimmt klappen", ist Peter zuversichtlich. Und in einem Punkt ist er sich auch sicher. Und zwar, dass wenn er am 2. Mai um 10 Uhr anlässlich des Baubeginns eine Andacht am Kirchturm hält, die Gläubigen kommen werden: "Dann kann man allen erklären, was hier gemacht wird." 

RALF MÜNCH

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.