Montag, 25.03.2019

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Klimaschutztag in Pegnitz trotzt Regen und Wind

Bürgermeister Uwe Raab verweist auf Anstrengungen der Stadt zum Umweltschutz — Pfarrer mit E-Mobil - 28.10.2018 17:55 Uhr

Die freiwilligen Helfer hatten beim ersten Klimaschutztag in Pegnitz alle Hände voll zu tun. Trotz das ungastlichen Herbstwetters mit Niesel-Dauerregen setzte am Nachmittag im Bürgerzentrum ein wahrer Besucherstrom ein. © Frank Heidler


Bürgermeister Uwe Raab nutzte seine Eröffnungsansprache, um auf die Anstrengungen der Kommune in Sachen Umweltschutz hinzuweisen. So decke die Stadt mittlerweile 100 Prozent ihres Energiebedarfs aus Ökostrom. Er glaubt, dass die ersten öffentlichen Elektro-Zapfsäulen bereits in "naher Zukunft" installiert werden könnten. Zum Fuhrpark der Kommune gehöre auch ein Elektro-Mobil. Dieses werde vom Bauhof-Leiter auf täglich rund 150 Kilometern eingesetzt. Natürlich habe man auch mit der Rathaussanierung den Energieschutz vorangetrieben.

Nach und nach würden bei den Straßenlampen die "größten Stromfresser" durch LED ausgetauscht.

Durch die neun Windräder im Stadtgebiet und einige Biogasanlagen werde "100 Prozent unseres bilanziellen Energiebedarfs" tatsächlich vor Ort erzeugt.

Der Bürgermeister wurde aber auch grundsätzlich und fragte provokant: "Müssen wir uns vor dem Klima schützen?" Dann ging er auf aktuelle Phänomene wie Smog, Feinstaubbelastung und Diesel-Affäre ein. Raab. "Der eigentliche Skandal dabei ist der skandalöse Umgang damit."

Zu seinen Zuhörern im Foyer des Bürgerzentrums gehörte auch der Pegnitzer Bernd Brinkmann aus dem Umweltbüro der evangelischen Landeskirche. Rückblickend freute dieser sich, dass durch die nun schon ein paar Jahre zurück liegende Gemeindehaussanierung 70 Prozent der verbrauchten Energie eingespart werden konnten. Einzelne Pfarrer, wie zum Beispiel Christoph Weißmann aus Plech, fahren bereits ein Elektroauto. Leider könne sich die Leitung der Landeskirche aber bis zum heutigen Tag nicht dazu durchringen, auch die Kirchendächer mit Photovoltaikanlagen auszustatten.

Bei Kindergartendächern sei das in vielen Fällen schon längst passiert. Nur eben nicht in Pegnitz. Nur eben nicht im Pegnitzer Wiesweiher-Kindergarten, wo das "verschachtelte Dach" solche Investitionen in Photovoltaik vereitelt habe. Dennoch freute sich Brinkmann: "Wir haben schon ein Klimaschutzkonzept aufgestellt." 

FRANK HEIDLER

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