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Konzert passend wie ein schneeweißer erster Advent

Moila, Jägerkameradschaft und Blasmusik stimmen mit Konzert in der Asamkirche auf Weihnachtszeit ein - 06.12.2017 09:41 Uhr

Das Konzert in der Asamkirche lieferte die passende Einstimmung auf Weihnachten. Zu hören waren die Michelfelder Moila, die Michelfelder Blasmusik und die Alphornbläser der Jägerkameradschaft Auerbach. © Foto: Karl Schwemmer


Die Kirche füllte sich mit Besuchern, die offen waren für das musikalische Angebot der Michelfelder Moila um Sonja Schwemmer, der Michelfelder Blasmusik dirigiert von Werner Meisel und der Alphornbläser der Jägerkameradschaft Auerbach. Mit besinnlich-mediativen Gedanken führte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johannes Lindner durch das Konzertprogramm.

Den ersten Schnee draußen vor der Kirchentür nahm Lindner nach dem festlichen Auftakt mit einem Marsch der Blasmusik hinein in die adventlichen Gedanken an die göttliche Vergebung für die menschliche Schuld. Wie eine weiße Decke breitet sich das Geschenk der göttlichen Vergebung aus über all das, was das Innere des Menschen belastet und erschafft so im Advent den "neuen Menschen" in uns. Eine getragene Melodie von Georg Obermüller mit dem Titel "O Jubel, o Freud" unterstützte die eingekehrte Besinnlichkeit nach Lindners Worten. Auch mit den Liedern der Moila verblieben die Zuhörer in der Stimmung des adventlichen Wartens und ließen sich melodiös ermutigen, die Türen ihrer Herzen für die Menschwerdung Jesu Christi zu öffnen.

Auch hier fand Lindner die treffenden Worte für die Metapher von den Türen der Herzen, durch die wir sowohl in uns gehen, aber auch aus uns heraus gehen können. Türen, die abgrenzen, die eingrenzen, die Räume verbinden, die einladend offenstehen können. Türen, die der adventliche Mensch öffnet für den, der da kommt. So hörten die Konzertgäste Adventslieder und nahmen Gedanken auf über die abendliche Ruhe, die alle erfüllt mit Frieden und Ruhe.

Funkeln der Sterne

Abwechslungsreiche Klangbilder boten die Lieder der Michelfelder Moila, mal à capella, mal mit leisen Orgeltönen, aber auch mit der Gitarre oder mit Flöten zart untermalt. Ihre Lieder handelten vom Funkeln der Sterne, ihrem Hoffnung schenkenden Leuchten in der Dunkelheit. Und Lindner baute hier die gedankliche Brücke zu Worten von Papst Franziskus: "Jesus Christus, der Herr ist unser Licht, ein Licht das wahre Freude schenkt."

Künstlerische Akzente setzte auch die Michelfelder Blasmusik mit der solistischen Darbietung der Melodie von "You raise me up" auf dem Tenorhorn von Norbert Höllerer. Mit einer Solostimme für Posaunen, dargeboten von Matthias Neubauer und Bernhard Wallner, und dann für Manfred Lehner und Werner Meisel an der Trompete, variierte man beim Vortrag des Welthits "The Rose", der die Liebe in ihrer Vielfältigkeit besingt und sie schließlich als den fast vom Schnee erfrorenen Samen betrachtet, aus dem im Frühjahr die Rose erblüht.

Gegen Ende des Konzerts griffen die Bläser der Jägerkameradschaft ein zweites Mal an ihre Alphörner. Nach dem "Allgäuer Hirtenruf 1" am Konzertbeginn ertönte nun der "Allgäuer Hirtenruf 2" von Michael Bredl und danach von Franz Schüssele die mehrstimmige Komposition "Stille, Stille, kein Geräusch gemacht".

Dekan Markus Flasinski würdigte neben den musikalischen Akteuren auch Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Johannes Lindner, mit dessen meditativen Worten man nun gut eingestellt sei auf die Adventszeit.

Das Fest der Geburt Jesu Christi vor Augen dürfe man auch mit dem Autor Émile Coué, der vor 100 Jahren lebte, sprechen: "Es geht mir von Tag zu Tag besser!"

Dekan Flasinski betonte: "Wenn wir den Engel der Weihnacht einlassen, vielleicht wächst dann das weihnachtliche Wunder auch bei uns, den bei Gott ist kein Ding unmöglich." Gemeinsam sang man "Tochter Zion" bevor ein festlicher Marsch das Konzert der Michelfelder Blasmusik beendete und die Besucher auf dem Michelfelder Adventsmarkt bei Bratwurstsemmeln und Glühwein auch die Bastelarbeiten des Kindergartens St. Otto oder der KLJB begutachten. 

KARL SCHWEMMER

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