|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Wir sprachen mit Hans Thummert, der den Posten als Kulturreferent bei seinem Einzug in den Betzensteiner Stadtrat 2008 gerne übernahm, zumal er sich schon immer für Musik interessierte und als Student selbst öfters in die Gitarrensaiten griff.
„Alle meinen, ich wäre der erste Kulturbeauftragte in Betzenstein“, schmunzelt Thummert. Das stimme jedoch nicht, den Posten habe es schon immer gegeben. Thummert nahm jedoch als Erster seine Aufgabe ernst: Seit fünf Jahren organisiert er regelmäßig Veranstaltungen mit verschiedenen Künstlern im „Zeiserla“, der ehemaligen Kleinkunstbühne, oder auch im Betzensteiner Freibad.
„Im Freibad hat man halt immer den Nervenkitzel, ob das Wetter mitspielt“, betont Thummert. Auch wenn der Freibadkiosk innen Platz für hundert Menschen biete, sei die Akustik durch den gefliesten Boden für Musikevents nicht so gut geeignet.
Weitere gut besuchte Veranstaltungen des Kulturreferenten waren im Vereinsheim in Weidensees der einheimische Musik-Comedian Alexander Göttlicher oder der Loriot-Kabarettabend. Zu den Aufgaben des Kulturreferenten gehören auch die Organisation des Weihnachtsmarktes, des fränkischen Theatersommers und in den beiden zurückliegenden Festjahren Betzensteins die Anwerbung der Händler.
Sehr hilfreich sind für Thummert dabei seine zahlreichen Kontakte zu Künstlern, die er zum Beispiel beim Bardentreffen in Nürnberg oder in anderen Livemusik-Kneipen knüpft. „Einmal konnte ich beim Bardentreffen Straßenmusiker aus Österreich für einen Auftritt in Betzenstein gewinnen“, erinnert sich Thummert. Diese hätten sich über einen Zwischenstopp in der Fränkischen Schweiz sehr gefreut.
Natürlich müsse er immer darauf achten, dass die Veranstaltungen kein Draufzahlgeschäft für die Stadt würden. Manchmal seien Musikevents nur mittelmäßig besucht, so dass mit den Eintrittsgeldern nicht einmal die Künstler bezahlt werden könnten. „Dafür habe ich keine anderen teuren Hobbys“, sagt Thummert und verrät, dass er ab und zu die Differenz aus eigener Tasche zahle.
„Wir können uns halt nicht mit dem Pegnitzer Brettl vergleichen.“ Da fehle in Betzenstein das Einzugsgebiet und auch eine geeignete große Halle für Veranstaltungen. Aber auch aus der Bevölkerung kämen Vorschläge und Ideen für kulturelle Events, wie zum Beispiel Singabende, Kabarett, offene Bühne, wo das Publikum selbst zu Mikrofon und Instrumenten greifen darf, oder auch ein Woodstock Revival auf der Freibadwiese.
Deshalb will Thummert prinzipiell den Posten als Kulturreferent behalten, falls der kommunale Wahlausgang 2014 dies ermöglicht. „Ich würde jedoch auch einen anderen freiwerdenden Posten — es gibt ja auch Jugend- oder Fremdenverkehrsbeauftragte — annehmen.“
Der Schwerpunkt liegt für ihn weiterhin auf Livemusik. „Kabarett kann ich mir auch gut vorstellen, Eintritte von über zehn Euro schrecken aber die Leute ab.“ Als Verbesserung des Kulturreferats wünschte sich Thummert, mehr Interessierte mit einzubinden, zum Beispiel für das Gestalten oder Aufhängen von Plakaten für Events. Auch eine übergreifende Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsband A9 bei größeren Veranstaltungen fände Thummert optimal.
In Planung für dieses Jahr ist ein Theaterstück in Riegelstein und eventuell eine Dichterlesung. Besonders freute Thummert, dass auch die beiden Bürgermeister Betzensteins, Claus Meyer und Peter Marschall, zu der städtischen Kulturveranstaltung ins „Zeiserla“ gekommen waren.
Abschließend meinte er: „Mehr Geld für das Kulturreferat wäre natürlich wunderbar. Man muss sich jedoch an den Gegebenheiten orientieren.“ Natürlich, so Thummert, fehle halt das Geld, um öffentlich in den Medien Werbung für die einzelnen Veranstaltungen zu machen.
Das wirke sich auf die Besucherzahlen aus. Geld für bezahlte Anzeigen seien „für uns nicht machbar, das steht in keinem Verhältnis zu den Künstlergagen und den Einnahmen“, sagt Thummert.



Jetzt aktuell:
|