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Lange dominiert: EVP verschenkt Sieg im Franken-Derby

Schweinfurt nützt Abwehrfehler zu Zwei-Tore-Führung - Für Aufholjagd der Ice Dogs fehlte die Zeit - 28.12.2018 22:31 Uhr

Zwei Drittel lang bestimmten eindeutig die Ice Dogs das Geschehen, ehe das Franken-Derby durch Unkonzentriertheiten in der Abwehr doch knapp verloren ging. © Reinl


Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz - ERV Schweinfurt 1:2 (0:0/0:0/1:2) - Was ein Erfolgserlebnis wie der überraschende Weihnachtssieg in Königsbrunn doch ausmacht: Plötzlich herrschte wieder (Derby)-Stimmung im Stadion, was freilich zu einem Gutteil auch an einer stattlichen Fangemeinde aus Schweinfurt lag. Wesentlich wichtiger war, dass die Ice Dogs, die zwar auf Patrick Fritz und Ralf Skarupa verzichten mussten, dafür aber "Nothelfer" Daniel Krieger als Verstärkung aufbieten konnten, diesmal regelrecht vor Selbstbewusstsein strotzten. Sie nisteten sich mitunter regelrecht im Drittel der Mighty Dogs ein, bestimmten eindeutig das Spielgeschehen, legten die gegnerischen Paradestürmer an die Kette, so dass diese nur zu einigen wenigen Kontern kamen, und vermieden vor allem das schon zur Gewohnheit gewordene frühe Gegentor. 

Auch das Powerplay klappte wesentlich beser als in den vergangenen Wochen, obwohl bei insgesamt drei Strafzeiten gegen Schweinfurt im ersten Drittel kein Treffer gelang. So hatte Trainer Josef Hefner in der ersten Pause nur wenig auszusetzen: "Wir spielen sehr schön, aber wir schießen viel zu wenig und haben vor allem allzu oft keinen Abstauber vor dem ERV-Gehäuse postiert."

Im Mitteldritel verstärkten die Ice Dogs den Druck weiter. Weil aber auch die Unterfranken mit aller Macht dagegen hielten, entwickelte sich eine rassige Partie. Wie Abfangjäger bremsten die Hefner-Schützlinge die gegnerischen Angriffe an der blauen Linie. Was dann noch durchkam, entschärfte EVP-Keeper Julian Bädermann, der insbesondere um die 25. Minute alle Hände voll zu tun hatte, als Pegnitz mit sechs Feldspielern auf dem Eis ein Bankstrafe kassierte. Im Gegenzug hatten die Gastgeber bei zwei Strafen gegen Schweinfurt mehrere Gelegenheiten, die heiß ersehnte Führung zu erzielen. Aber auch sie schafften es nicht, den Schlussmann Kevin Keßler zu überlisten.

Wer schießt das erste Tor, fragten sich die rund 300 Zuschauer vor dem entscheidenden Drittel. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Als sich die Ice Dogs in der 44. Minute gleich mehrere Abspielfehler im eigenen Drittel leisteten, nahmen das Cracks von der Güte eines Josef Straka dankend an: Der tschechische ehemalige Weidener Oberligaspieler legte für Maximilian Rabs zum überraschenden 0:1 auf. Jetzt bekamen die Mighty Dogs, frenetisch angefeuert von ihrem Trainer Zdenek Vanc, Oberwasser, während die Ice Dogs vorübergehend ihre Linie verloren. Mit Patrik Rypar erhöhte ein weiterer EX-Oberliga-Akteur auf 0:2 und bei einem weiteren Fernschuss rettete der Pfosten für Bädermann. 

Josef Hefner indes wollte sich noch nicht geschlagen geben. Er konzentrierte die Kräfte und nahm zweieinhalb Minuten vor Schluss bei der Strafe gegen Schweinfurt auch noch seinen Torwart vom Eis. Er hatte das Glück des Tüchtigen: Mit sechs gegen vier Feldspielern verkürzte Sven Adler 62 Sekunden vor der Sirene auf 1:2. Der EVP nahm eine Auszeit und ging weiter volles Risiko, wobei ihm in den letzten 14 Sekunden eine weitere Strafe für den ERV in die Karten spielte. Doch alle Anstrengungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Ein durchaus möglicher Sieg war durch wenige Unkonzentriertheiten zu Beginn des Schlussdrittels vergeben worden.

Die Torfolge: 0:1 (44.) Rabs/Straka, 0:2 (51.) Rypar/Kleider/Zajic, 1:2 (59.) Adler/Kracht/Hagen (6 gegen 4).

Strafen: EVP sechs, ERVS zwölf Minuten.  

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