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„Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2014 mache ich noch weiter, dann ist nach 35 Jahren Funktionärstätigkeit für mich Schluss“, waren die Worte von Ludwig Beer nach der knapp über zwei Stunden dauernden Spielleitertagung, zu der auch die Trainer eingeladen und zahlreich erschienen waren.
Was natürlich seinen guten Grund hatte. Immerhin hatte der Bezirksspielleiter bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass der Anstieg der Roten Karten — 90 waren es in der ersten Hälfte der Saison 2011/12 in den drei Ligen auf Bezirksebene — und das Thema Gewaltprävention in Wendelstein besonders im Fokus stehen würden.
„Wir haben mehr mit Gewalt und Aggression auf unseren Sportplätzen zu tun“, war der Ausgangspunkt für Siegmar Seiferlein vom Bezirksschiedsrichter-Ausschuss, der ein kurzes Referat zu diesem Thema hielt und zu mehr Fairplay untereinander aufrief.
Auch gegenüber den Schiedsrichtern, die in jüngster Vergangenheit vermehrt in den Blickpunkt gerieten. „Wir brauchen mehr Respekt in allen Spielklassen. Den müssen sich die Schiedsrichter zwar auch erarbeiten, aber das Verhalten muss sich trotzdem ändern“, so der Appell von Seiferlein.
Widersprechen wollte Roland Winkler, Trainer des SC Rupprechtstegen, da nicht, hatte aber auch Kritik an den Unparteiischen parat. Speziell höherklassig pfeifende Schiedsrichter sollten ihre Wortwahl gegenüber Trainern und Spielern überdenken, forderte Winkler. Eine große Diskussion entstand aber nicht, dieser Tagesordnungspunkt wurde ebenso zügig abgehandelt wie die restlichen. Bei seinem sportlichen Rückblick riss Ludwig Beer die Themen kurz an, die Mahnung an die Vereine wegen der hohen Anzahl an Platzverweisen war aber deutlich genug.
Erfreut war er über die Tatsache, dass im Bezirk Mittelfranken kein einziges Nachholspiel ansteht. „Das habe ich in 32 Jahren als Funktionär noch nicht erlebt“, strahlte der Freystädter. Bei seiner Befürchtung, „hoffentlich müssen wir das im März nicht büßen“, verfielen einige Gesichter in eine leidende Mimik.
Verabschiedet wurde auch der Fahrplan zur neuen Landesliga. Die Qualifikationsspiele sind ausgelost und terminiert (die NN berichteten ausführlich). Spieltermine sind direkt nach Saisonschluss am Mittwoch, 23. Mai, und am Pfingstsamstag, 26. Mai.
Vorsorglich wurde darauf hingewiesen, dass es in der neuen Landesliga erhöhte Sicherheitsauflagen gibt. So muss jeder Verein einen Sicherheitsbeauftragten nennen. Ein geschulter Ordnungsdienst hat die Sicherheit und Ordnung in und neben dem Stadion zu gewährleisten, stichprobenartige Einlasskontrollen sind in jedem Falle durchzuführen.
Bei Spielen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko beziehungsweise Spielen mit erhöhtem Zuschaueraufkommen ist auf Anforderung durch den BFV spätestens eine Woche vor dem Spiel ein Sicherheitskonzept vorzulegen.
Zudem werden sich die Vereine auf Verbandsebene mit dem Thema Online-Spielberichtsbögen auseinandersetzen müssen. Unerlässliche Voraussetzung ist dabei für jeden Verein ein: Internetzugang am Sportgelände.
Recht dürftig fiel die Zwischenbilanz im Futsal aus, wo am Wochenende die Kreismeister gekürt werden. „Futsal steckt bei uns in den Kinderschuhen und kommt nicht raus“, seufzte Beer. Immerhin 20 Mannschaften hätten sich im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe gemeldet, acht waren es im Kreis Neumarkt/Jura, und im Kreis Erlangen/Pegnitzgrund gibt es mangels Interesse der Vereine überhaupt keine Meisterschaft. So machen am 29. Januar vier Mannschaften aus dem Kreis Nürnberg/Frankenhöhe und zwei aus dem Gebiet Neumarkt/Jura den Bezirksmeister unter sich aus.
Als weitere Termine nannte Beer den Start in die zweite Saisonhälfte am ersten März-Wochenende, den Erdinger-Meister-Cup am 1. Juli, die Sommer-Spielleitertagung am 9. Juli erneut beim FV Wendelstein, und den Saisonstart 2012/13. Die neue Spielzeit im Bezirk soll relativ früh beginnen, bereits am 20. Juli ist die SG 83 Nürnberg/Fürth Gastgeber beim Eröffnungsspiel.



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