11°

Dienstag, 17.10. - 22:30 Uhr

|

zum Thema

"Luxi" lebt seinen Traum

Maximilian Lux aus Pegnitz spielt Bundesligahandball - 17.09.2017 20:46 Uhr

„All eyes on me“: Maximilian Lux bei einem seiner sieben Tore für die U23 des HCE in der dritten Liga. Drei Tage zuvor spielte er gegen Flensburg.Foto: Sippel


Die Eltern waren diesmal extra gekommen aus Pegnitz, und der kleine Bruder. Nach Spielschluss saßen sie oben auf der Tribüne, Vater und Mutter Lux ganz stolz, der kleine Bruder probierte die Schuhe von Maximilian an. "Es dauert noch ein bisschen, bis sie ihm passen", sagt der 22-Jährige.

Seit dieser Saison gehört Maximilian Lux, der auch schon Drittliga-Handball für den SV Auerbach spielte und beim ASV Pegnitz das Handballspielen lernte, dem Bundesliga-Kader des HC Erlangen an. Die Schuhe, die er trägt, konnte man am Donnerstagabend im Bezahlfernsehen sehen, oder in der "Hölle Nord", der Heimspielstätte der SG Flensburg-Handewitt. Vor über 6000 Zuschauern durfte "Luxi", wie sie ihn beim HCE nur nennen, auf Rechtsaußen die 15 Minuten vor der Halbzeit ran, einen Wurf bekam er, zwei Sekunden vor der Pause, gegen Mattias Andersson. Der gewann mit Schweden die olympische Silbermedaille 2012 und den EM-Titel 2000. Lux scheiterte, "es war ein spitzer Winkel, ich musste den Wurf nehmen, weil die Uhr ablief", sagt er.

Dass es Andersson war, der da im Tor stand, "daran denkst du in dem Moment gar nicht". Im Training, da wirft er ja ohnehin gegen große Torhüter dieser Sportart: Gorazd Skof, der im Sommer von Paris St. Germain nach Erlangen kam, oder Nikolas Katsigiannis, Ex-Nationaltorwart, der vom Rekordmeister THW Kiel zurück zum HCE wechselte.

"Es ist auf jeden Fall ein Traum", sagt Maximilian Lux über sein Handballleben, das nun nicht mehr in Auerbach oder Pegnitz spielt, sondern in der gesamten Republik. "Allein zu einem Auswärtsspiel zu fliegen war für mich schon aufregend."

Hinter Johannes Sellin, dem Europameister, ist Lux die Nummer zwei auf Rechtsaußen, soll vor allem lernen und sich weiterentwickeln. Nun hat sich Sellin den Finger gebrochen, der Verein hat reagiert und mit Marcus Enström (siehe Hauptsport) einen Ersatz für einen Monat verpflichtet. "Meine Situation ändert sich dadurch nicht", sagt Lux, "es ist auch kein Nackenschlag. Im Gegenteil, ist doch klar, dass wir zwei Linkshänder auf Rechtsaußen brauchen, es muss ja nur mal einer im Training umknicken – und du hast gar keinen mehr."

Drei Tage nach der "Hölle Nord" hieß es für Lux allerdings wieder Drittliga-Handball; um Spielpraxis zu sammeln, durfte er für die U23 des HCE gegen Bad Blankenburg ran. 30:21 stand es am Ende, nach holprigem Beginn mit zwei verworfenen Siebenmetern erzielte der Youngster doch noch sieben Tore. Auch das war ein schönes Erlebnis, sagt er. Vor allem, weil die Familie aus Pegnitz vorbeigeschaut hatte.  

Christoph Benesch Erlangen E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen, Pegnitz