Montag, 18.02.2019

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Mäc Härder ein Höhepunkt im Pottensteiner Jubeljahr

Tourismuschef Thomas Bernard zieht Bilanz - 11.01.2019 17:27 Uhr

Der Auftritt von Mäc Härder begeisterte im Juli die Besucher auf dem Marktplatz Pottenstein. Der Auftritt des Kabarettisten war einer der Höhepunkte im „Jahr der Jubiläen“. Rund 600 Besucher genossen einen vergnüglichen Abend. © Foto: Thomas Weichert


Denn die Stadt rückte mit ihren unterschiedlichen Veranstaltungen auch in den Fokus von Menschen, die Pottenstein nicht unbedingt auf ihrer Besuchsliste stehen haben. Bernard nennt hier vor allem das Oberfränkische Volksmusikfest, das die Stadt zusammen mit dem Bezirk Oberfranken am 9. September auf die Beine stellte. Zwölf Volksmusikgruppen musizierten bei freiem Eintritt auf den Straßen, in den Biergärten und auf verschiedenen Plätzen im Stadtkern. "Der Besuch war außerordentlich gut", betont Bernard. Dies sei schon daran zu erkennen, dass teilweise das Essen ausging. In Gesprächen mit Besuchern machte er die Erfahrung, dass viele Gäste zwar wussten, wie schön Pottenstein und seine Umgebung seien, aber sie müssten ab und zu daran erinnert werden.

Kulisse vor der Nase

"Sie hatten die landschaftliche Kulisse direkt vor der Nase und haben Pottenstein intensiv wahrgenommen. Von den Besuchern werden einige wiederkommen", hat Bernard herausgehört. "Das Volksmusikfest war ein nachhaltiger Türöffner", ist er überzeugt. Was die Zahl der Besucher betrifft, ließen sich keine Angaben machen.

Ein weiterer Höhepunkt war nach Ansicht des Pottensteiner Tourismuschefs das Marktplatzfest am 28./29. Juli. Etwa 600 Besucher hätten an jedem der beiden Tage eine "richtig gute Atmosphäre" genossen. "Das Marktplatzfest hat Potenzial, das schaut nach einer Wiederholung aus", sagt Bernard. Etliche Gäste kamen von außerhalb zu den Auftritten von Huebnotix und Mäc Härder und dessen Kabarettkollegen. Die Gastronomie im Umfeld der Bühne machte gute Geschäfte.

Auch die Ewige Anbetung am Dreikönigstag 2018 zählte zum Reigen der Jubiläumsveranstaltungen. Das Felsenstädtchen wurde von 20 000 Besuchern schier überrannt. "Mit turbulenten Verkehrsverhältnisse", erinnert sich Bernard.

Ein Magnet war am 5. März auch Pater Anselm Grün. Der Geistliche aus der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, der anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Elisabethvereins gekommen war, bot laut Bernard einen "faszinierenden Vortrag" im rappelvollen Bürgerhaus.

Beim Jubiläum der Feuerwehr Pottenstein, die ihr 150-jähriges Bestehen beging, hätten auch Urlauber mitgefeiert. "Wir haben einen hohen Stammgastanteil von vierzig Prozent. Viele von ihnen haben eine enge Bindung an Pottenstein und haben deshalb gerne mitgefeiert."

Einblick in Familie

"Sehr gut" sei der Vortrag von Freifrau Margit von Wintzingerode gewesen. In der vollen Zehntscheune hoch über Pottenstein gab sie einen interessanten Einblick in das Leben der Familie Wintzingerode, die die Burg Pottenstein 1918 erwarb.

Eine Veranstaltung, die nach Ansicht von Bernard mehr Besucher verdient gehabt hätte, war am 13. Oktober der Theaterauftritt von Rainer Streng, Rolf Böhm und Carolin Müller. Das Stück "Lotterkerle und Musketiere" brachte das Leben und Leiden im Dreißigjährigen Krieg auf die Bühne im Bürgerhaus. "Vielleicht hatten die Leute vom am selben Tag stattfindenden Almabtrieb an der Bergwachthütte schon genug und sind deshalb nicht zum Theater gegangen", mutmaßt Bernard.

Bewirtung als Pluspunkt

Ein Novum war im "Jahr der Jubiläen" der auf zwei Tage ausgeweitete Weihnachtsmarkt auf dem Platz vor dem Bürgerhaus und in dem historischen Gebäude. Bernard spricht von einer "beachtlichen Resonanz". Pluspunkte des Marktes am 1. und 2. Dezember seien die gute Bewirtung im Bürgerhaus und die punktuelle Konzentration. Da die Stände eng beieinander stehen, gebe es keine menschenleeren Flächen und es herrsche somit eine heimelige Atmosphäre.

Da der Pottensteiner Weihnachtsmarkt auch am Samstag guten Anklang gefunden habe, kann sich Thomas Bernard vorstellen, dass er in diesem Jahr erneut an zwei Tagen stattfindet. "Für einen Tag ist der Aufwand schon sehr groß." 

HANS-JOCHEN SCHAUER

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