|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Obwohl Johannes Hofmann nicht in der Stadt wohnt, ist er zuversichtlich, am 23. September viele Stimmen zu holen. Trockau ist auch nicht weiter von Pegnitz entfernt als Ottenhof, argumentiert er, und Betzenstein hatte mit Viktor Wagner über Jahre einen Pegnitzer als Bürgermeister. Er selbst arbeitete lang bei Baier+Köppel, geht hier einkaufen und verbringt viel Freizeit in der Stadt.
Außerdem hat Hofmann, ein gebürtiger Laufer, die dortige Bürgermeisterwahl von 2008 im Auge, als der grüne Benedikt Bisping unerwartet den CSU-Kandidaten schlug. Bisping war allerdings zuvor Stadtrat und hatte zwei wichtige Preise für sein Umwelt-Engagement bekommen.
Aber Hofmann sieht sich als guter Quereinsteiger, weil er, obwohl erst seit drei Jahren bei den Landkreis-Grünen, schon deren Vorstandssprecher ist. Er fürchtet auch seinen CSU-Konkurrenten Wolfgang Hempfling nicht, weil der als Verwalter vielleicht nicht so einen lebendigen, neuen Blick auf Probleme hat wie er. Hofmann bezeichnet sich selbst als „Macher“.
Johannes Hofmann tritt an, unterstrich jetzt Grünen-Stadträtin Anneliese Kleißl-Keil, „weil wir eine Alternative bieten wollen“. Wahlleiter Willibald König-Zeußel sah diesen Wahlkampf als ein „Warmlaufen“ für die überregionalen Wahlen in den beiden nächsten Jahren. „Es ist gut, dass wir uns in der Region zeigen, Ideen reinbringen.“
Johannes Hofmann stellte sich kurz vor. Politik sei sein Hobby, neben Judo, dem Singen im MGV Ottenhof und dem Klavierspiel. Nach dem Grundsatz „ärgere Dich nicht mehr, misch Dich selber ein“ sei er den Grünen beigetreten: „Die Art ihrer Politik hat mir gefallen.“
Er wolle als Bürgermeister für Transparenz sorgen und die Bürger immer früh einbinden. „Auch sage ich, was ich denke, und das meine ich auch so. Ich habe feste Überzeugungen, und die ändere ich nicht von heute auf morgen.“
Johannes Hofmann, Vater zweier Kinder (7 und 9 Jahre), war vor 16 Jahren nach Ottenhof gezogen. Dort gründete er später ein eigenes Konstruktionsbüro für Maschinenbau, unterrichtet aber inzwischen auch als Dozent am Berufsförderzentrum in Nürnberg. Er bringt technischen Zeichnern technische Mathematik und Konstruktion bei.
Als Bürgermeister würde er folgende Pläne umsetzen:
Finanzen: Die Stadtschulden von 25 Millionen Euro müsse man „dringend abbauen“, weil sie schon den Stadthaushalt von 2012 übersteigen. Eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1850 Euro sei „in keinster Weise akzeptabel“. Diese Summe liegt 23 Prozentpunkte über dem bayerischen Schnitt.
Hofmann will auch die Risiken beim CabrioSol-Defizit anpacken (jährlich 700000 Euro) und beim städtischen Energieverbrauch sparen.
Wirtschaft: Hofmann setzt auf 100 Prozent erneuerbare Energie, von der dann Bürger-Genossenschaften profitieren, nicht Konzerne (er warnt vor steigenden Heizkosten: „In zehn Jahren sind sie doppelt so hoch.“). Die großen Pegnitzer Firmen will er unterstützen und neue herholen, aber die müssten tarifgerecht entlohnen, ausbilden und ihre Gewerbesteuer vor Ort bezahlen.
Jugend: Johannes Hofmann will ein selbstbestimmtes Jugendzentrum, einen Übungsraum für Bands und eine Disco: „Da ist ja in der Stadt überhaupt nichts vorhanden.“
Familienpolitik: Ihm geht es um eine „frei wählbare Nachmittagsbetreuung für Schüler“, also um Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, Sport und Musik. „Teils gibt es das schon, aber es muss ausgebaut werden.“
Bisher war Johannes Hofmann im Landkreis aktiv, um für Windenergie zu werben und für Kommunen/Bürger-Genossenschaften, die anstelle großer Konzerne den Profit einbehalten sollen. „Das setzt sich durch, das lohnt sich.“ Ein Vorzeigemodell ist dabei die „Neue Energie West“ in Neustadt am Kulm, bei der auch Bürgermeister Wolfgang Haberberger mitzieht.



Jetzt aktuell: