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Der Troubadour ist fast eine Kopie von Till Schweiger. Er hat denselben verkappten Charme, die klare Stimme, den Sinn für Kinderhumor, der in Schweigers genialer Filmkomödie „Einohrhasen“ rüberkommt. Und er singt. Dieses Singen zieht die Kinder mühelos mit. Sie folgen Olaf Schechtens Idee, aus einzelnen Buchstaben Worte zu bilden und aus den Worten Sätze und daraus eine Geschichte.
Sie haben aber auch vorgeübt für seinen Auftritt mit seiner CD „Listige Lieder für lustige Leute“, weil sie wussten, dass er bald kommt. Er wurde hergelotst von zwei Kleinen aus diesem evangelischen Kindergarten, von Julian und Leonie. Die waren einmal mit ihren Eltern auf Kur an der Nordsee, und da trafen sie auf Olaf Schechten und seine Gitarre.
Der gebürtige Hamburger, 52, hat sich vor drei Jahren als Liedermacher selbstständig gemacht und tourt jetzt durch ganz Deutschland, vor allem durch die Reha-Kliniken der Nordseeküste und ihrer Inseln. Trifft er hier auf Kinder, die ihn nach Hause einladen, verspricht er ihnen: „Ich schau mir das mal an!“
So holte ihn ein Junge nach Boxdorf, wo er vor dem Besuch in Pegnitz war, und dann geht es nach Augsburg. Dort gibt er in einer Grundschule eine Woche lang Projekttage. Am Ende haben die Kinder eine CD in der Tasche mit ihren eigenen Liedern und sie standen auf der Bühne — mühelos. „Ich nehm’ ihnen die Verunsicherung. Ich leg’ auch den Grundstock für Familie, Bildung.“
Olaf Schechten fühlt nämlich „soziale und moralische Verantwortung“. Die hatte er schon als Bankkaufmann in sich, stieß aber immer an Grenzen. Als dann das Investmentbanking kam, das Arbeiten auf Provision, fragte er sich: „Soll das auch die nächsten 15 Jahre so weitergehen?“ Er stieg aus.



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