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Michelfeld: Für die Sanierung fehlt ein Batzen Geld

Regens Wagner Michelfeld will das ehemalige Klostergebäude möglichst bald modernisieren - 17.08.2017 08:55 Uhr

Bezirkstagspräsident Franz Löffler verschaffte sich einen Eindruck über das Kloster Michelfeld. Regens Wagner möchte das frühere Klostergebäude dringend sanieren, doch dafür werden noch 13 Millionen Euro benötigt. © Klaus Trenz


34 Millionen Euro wird die Maßnahme kosten, inklusive des denkmalpflegerischen Mehraufwands, das weiß man jetzt ziemlich sicher. Es klafft allerdings noch eine Finanzierungslücke von rund 13 Millionen Euro.

Gestern gab es wieder einen runden Tisch bei Regens Wagner. Immerhin saß an ihm der Präsident des oberpfälzischen Bezirkstags, Franz Löffler. Einen, den man braucht für den angestrebten Schulterschluss von mehreren Behörden, Zuschussgebern und Trägern der sozialen Einrichtung, um die hohen Kosten zu stemmen.

"Wir müssen zügig zu einer Gesamtmaßnahme kommen", sagt der Leiter von Regens Wagner Michelfeld, Peter Miltenberger, und fügt hinzu: "Wir hangeln uns von einer zur anderen Mussmaßnahme." Und die kosteten eben auch Geld. "Wir geben dafür große Summen aus", so Miltenberger.

Zum Beispiel der vorweggenommene Brandschutz. Überall im Gebäude sind Rauchmelder angebracht worden, um die Vorschriften des Brandschutzes einzuhalten. Die elektrischen Leitungen sind auf den Putz gelegt worden, was in einem denkmalgeschützten Gebäude nicht besonders gut aussieht.

Dort, wo man beispielsweise wertvollen Stuck nicht antasten durfte, verrichten Rauchmelder mit Lichtschrankentechnik den Brandschutzzweck. Das alles muss dann wieder weg, wenn die Modernisierung als Gesamtmaßnahme kommen sollte. Das betrifft unter anderem auch die große Fluchttreppe.

In Stiftungsvorstand ist man optimistisch, noch mehr maßgebliche Leute an den Tisch zu bekommen, die dann mit Regens Wagner an einem Strang ziehen. "Wir haben das Nutzungskonzept zusammen mit der Denkmalpflege umgesetzt", sagt Stiftungsvorstand Gerhard Reile. "Die Finanzierung ist noch nicht abschließend gesichert, aber wir sind auf dem Weg."

Konkret gibt es unverbindliche Förderzusagen vom Freistaat Bayern im Rahmen des Landesbehindertenplans, dem Bezirk Oberpfalz, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der bayerischen Landesstiftung, der Städtebauförderung, der Stadt Auerbach und von der Aktion Mensch. Zwei Millionen Euro werden es wohl vom Bezirk Oberpfalz werden, kündigte Löffler an.

Regens Wagner habe aus Sicht des Bezirks als Einrichtung für Menschen mit Behinderung eine große Bedeutung. Darüber hinaus gebe sie dem Denkmal Kloster Michelfeld "einen Inhalt". Es sei geradezu ein "Glücksfall", dass man ein Denkmal habe, das bereits auch über eine Nutzung verfügt. Man werde sich nicht nur an der Modernisierung finanziell beteiligen, sondern auch anderweitig unterstützen. Nun gilt es Überzeugungsarbeit zu leisten, vor allem beim Bund.

Die Fluchttreppe gehört zu vorweggenommenen Brandschutzmaßnahmen. © Klaus Trenz


Noch gibt es keine Förderzusagen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Bundesstädtebauförderung, der Diözese Bamberg oder dem Bundesprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler". Letzteres sei das Kloster Michelfeld aber, sagt Peter Miltenberger. Immerhin sei es "vom obersten Denkmalpfleger als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft worden — ein Meilenstein".

Die nächsten Schritte seien, die Bundesfördermittel ausfindig zu machen und zu einem weiteren größeren runden Tisch zu kommen. Ziel ist die Umsetzung des Projekts ab 2018 oder 2019. Dann sind seit den ersten Modernisierungsplänen 15 Jahre ins Land gezogen. 

KLAUS TRENZ

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