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Mysteriöser Knall in Franken: Eurofighter eilten zu Jet

Wände sollen gewackelt haben: Besorgte Bewohner vermuteten Explosion - 12.10.2017 14:36 Uhr

Zwei Eurofighter starten für eine Übung - ein beeindruckender Anblick. © Bernd Wüstneck/dpa


Die Anrufe kamen aus Bayreuth, Pegnitz, aus Hersbruck, sogar aus Ostthüringen: Gegen 10.30 Uhr schreckte ein lauter Knall Dutzende Anwohner in Süddeutschland auf. Laut Augenzeugen wackelten bei mehreren Häusern sogar die Wände, Scheiben vibrierten.

Dass hierdurch wilde Fantasien rund um Explosionen oder Erdbeben entstanden, war kaum verwunderlich. Doch auch die Polizei war am Donnerstagvormittag ratlos, vermutete aber, dass ein Überschallflugzeug über die Region düste. Auch einige Augenzeugen sahen Flugobjekte am Himmel.

Bei diesem Airbus 380 waren "Unregelmäßigkeiten" festgestellt worden. © Reinl


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Nürnberger Flughafenfest: Eurofighter, Fallschirme und ein Höhenflug

Zum Tag der Luftfahrt lud der Albrecht Dürer Airport in Nürnberg interessierte Besucher auf das Gelände ein. Ein Eurofighter der Luftwaffe, eine Cessna aber auch der Hubschrauber der Polizei zogen viele beeindruckte Blicke auf sich. Zur Krönung wagten sich einige Flugbegeisterte noch auf einen Rundflug in einer Cessna 172 oder der Piper 28 - atemberaubender Ausblick über die Noris inklusive.


Ein Verdacht, der sich jetzt bestätigte: Das Zentrum für Luftoperationen der Deutschen Luftwaffe in Kalkar am Niederrhein bestätigte am Nachmittag, dass es einen sogenannten "Alpha Scramble" gegeben habe. Wegen "Unregelmäßigkeit" bei einem Passagierjet sei man alarmiert worden. Konkreter wird der zuständige Presseoffizier vorerst nicht.

Kampfflugzeuge schlossen "zügig zu Jet auf"

Er betont, dass es sich dabei aber nicht um eine Operation der Deutschen Luftwaffe, sondern eine des Verteidigungsverbundes Nato gehandelt habe. Die Alarmrotte aus Neuburg an der Donau, bestehend aus zwei Eurofightern, stieg auf. Das taktische Luftwaffengeschwader "schloss zügig zu dem Passagierjet auf", sagt der Sprecher des Zentrums für Luftoperationen. Zur Fluggeschwindigkeit machte er keine Angaben, sagte lediglich: "Wir flogen mit mehr als 1200 Stundenkilometern". Deshalb habe es auch den typischen Überschnallknall gegeben, der im kompletten süddeutschen Raum zu hören war.


Wissenschaftler erklärt: So entsteht der Überschall-Knall


Nach einer kurzen Kontaktaufnahme mit der Crew des Passagierjets drehten die Eurofighter wieder ab und kehrten an den Stützpunkt nach Neuburg an der Donau zurück. Welche Unregelmäßigkeiten es gegeben habe, blieb zunächst unklar. Gerüchte, wonach es eine Bombendrohung gegeben habe, bestätigte das Zentrum für Luftoperationen ausdrücklich nicht.


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