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Nach 145 Jahren ging Wunsch der Wehr in Erfüllung

Neues Tragkraftspritzenauto wurde an die Volsbacher Aktiven übergeben - 31.08.2017 23:59 Uhr

Schlüsselübergabe durch zweiten Bürgermeister Günther Kaiser an Kommandant Jochen Neubauer. Weiter im Bild (von links) Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandmeister Waldemar Adelhardt, Vorsitzender Rainer Hammon. Im Bild Kreisbrandinspektor Stefan Steger (2.v.r.) und zweiter Vorsitzender Stefan Neubig (4.v.r.). © Foto: Dieter Jenß


Die Übergabe und kirchliche Weihe des 86 000 Euro teuren Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF-K vom Typ VW Crafter 50 mit Doppelkabine, das über 163 PS verfügt, auf dem ehemaligen Schulhof vor dem Pfarrzentrum sorgte für ein großes Interesse der Bürger. Aus fast allen Nachbarwehren waren Abordnungen vor Ort.

Vertreten war auch die Führungsmannschaft des Landkreises mit Kreisbrandrat Hermann Schreck an der Spitze. Die kirchliche Weihe und den Segen für das neue Fahrzeug übernahm der katholische Pfarrer Matthew Anyanwu. Für eine lautstarke Umrahmung der Feier sorgten die Böllerschützen der SRK Volsbach.

Klagen im Vorfeld

Die Schlüsselübergabe nahm zweiter Bürgermeister Günther Kaiser vor. Humorvoll ging er auf die jahrelangen Klagen der Feuerwehr Volsbach-Eichig ein: "Die neuen Traktoren sind zu groß, die alten springen nicht mehr an und sind in die Jahre gekommen. Wir können es im Gemeinderat nicht mehr hören." Deshalb wurde der Kauf beschlossen. Zweiter Vorsitzender Stefan Neubig, zugleich dritter Bürgermeister, betonte bei der Begrüßung, "heute ist mit der Indienststellung des neuen Fahrzeuges ein großer Tag für unsere Wehr."

Eigentlich hätten sie, so Neubig, die Hoffnung auf ein erstmaliges Feuerwehrauto schon aufgegeben. Erst als es im Oktober 2016 im Gerätehaus stand, waren die letzten Zweifel zerstreut. Laut Neubig hätte sich in den vergangenen Jahren die Situation bei Einsätzen zugespitzt. Wegen des Strukturwandels in der Landwirtschaft standen immer weniger Traktoren als Zugmaschine für die Tragkraftspritze zur Verfügung.

Geld vom Freistaat

Dies hat schließlich dazu geführt, dass nach einer richtungsweisenden Besprechung mit dem Gemeinderat unter dem heutigen Altbürgermeister Herbert Dannhäußer 2013 die Weichen für eine Investition gestellt wurden. 2016 wurde der Kauf im Gemeinderat beschlossen. Ausdrücklich dankte Neubig dem Gemeinderat mit Bürgermeister Gerd Hofmann für die Anschaffung. Nach Abzug eines staatlichen Zuschusses vom Freistaat in Höhe von 24 000 Euro musste die Kommune knapp 62 000 Euro selbst aufbringen.

Übernommen wurden in das ohne Zusatzgeräte gelieferte Auto die bisherigen Einsatzgeräte der Wehr. Diese übernahm auch die Kosten für neue Beleuchtungselemente. Kommandant Neubauer — bekannt für Reden mit großem Unterhaltungswert — verstand es wieder einmal, für Aufmerksamkeit zu sorgen. So zog er Parallelen beim Kauf des neuen Fahrzeuges mit einer Schwangerschaft: "Stets bereit zur Empfängnis, allerdings klappte es mit Blick auf Gemeinderat und Verwaltung nicht gleich – am Ende gab es doch die Zeugung."

Neubauer erinnerte an die Stationen der Bemühungen seit 2008. Nicht die Feuerwehr habe ein Auto gebraucht, sondern alle Bürger des Ahorntals. Glückwünsche zum Kauf sprach Kreisbrandrat Schreck aus. Durch die Neuanschaffung werde die ehrenamtliche Mannschaft motiviert.

Denn neben einer guten Ausbildung ist auch ein notwendiges Einsatzfahrzeug wichtig. Er lobte die große Fachkompetenz des Kommandanten.

Glückwünsche gab auch vom Vorsitzenden Christian Rühr von der Patenwehr aus Körzendorf und von Kreis- und Gemeinderat Matthias Brendel, der einen Geldbetrag übergab. 

DIETER JENSS

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