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Neue Rektorin in Kirchahorn

Andrea Ashauer sieht in Kirchahorn eine intakte Atmosphäre zwischen Eltern, Lehrern, Schülern und Gemeinde - 15.09.2017 16:28 Uhr

Rektorin Andrea Ashauer an der Tafel, auf die sie den Stundenplan geschrieben hat. Die neue Leiterin der Grundschule Kirchahorn hat sich in den Sommerferien schon intensiv eingearbeitet und auf die neue Aufgabe vorbereitet. © Frauke Engelbrecht


Hier finde man eine geniale Schulfamilie, sagt sie. Alle unterstützen sich, es ist ein großes Miteinander, eine intakte Atmosphäre zwischen Eltern, Lehrern, Schülern und auch der Gemeinde. "Und man merkt den Unterschied zwischen einer Schule in der Stadt und einer Landschule", sagt sie. Es wurde ein hervorragendes pädagogisches Fundament von ihrem Vorgänger Roland Volk gelegt. Sein plötzlicher Tod und auch der krankheitsbedingte Ausfall der Konrektorin – eine Kollegin aus Mistelgau/Glashütten hat die Schule in den vergangenen Monaten kommissarisch geleitet – haben alle unter Schock gesetzt. Nun sei es an ihr, wieder Ruhe und Kontinuität reinzubringen.

Ashauer hat keine Bedenken, dass es nicht klappt. "Ich bin angekommen", sagt sie, nachdem sie sich in den Sommerferien schon intensiv eingearbeitet und auf die neue Aufgabe vorbereitet hat. Neben der Leitung der Schule wird sie die vierte Jahrgangsstufe mit 15 Kindern leiten. Eine kleine Klasse, die nächsten Jahrgänge sind wieder geburtenstärker.

Ursprünglich ist Ashauer Diplomgeoökologin. Als sie dann nach ihrer Scheidung vor 34 Jahren alleine mit einem kleinen Kind dastand, musste sie etwas anderes suchen, das besser in ihren Lebensalltag passte. "Kinder waren schon immer mein Leben", sagt sie, und so entschied sie sich für den Lehrerberuf. Anfangs war es schon eine Umstellung, aber schnell lief es gut. Ihre Schulstationen im Beruf waren in Bayreuth in St. Georgen, an der Graserschule, in Pottenstein, Plankenfels, Wonsees und im Haupthaus in Hollfeld. Vor ein paar Jahren war sie dann mal in Kirchahorn als mobile Reserve. "Damals war ich von der Schule schon angetan und wollte da unbedingt wieder hin", erzählt sie lächelnd. Und nun bot sich mit der Schulleitung die Möglichkeit.

Fröhlich und angstfrei aufwachsen

Ashauer will in Kirchahorn einen eigenen Weg einschlagen. Das fängt jetzt mit der Vorbereitung der Evaluation an, die im November im Haus stattfindet. Hier soll festgestellt werden, wo die Stärken und Schwächen der Einrichtung sind. Sie schätzt an der Schule, dass eine Atmosphäre herrscht, in der sich jeder wohlfühlt und es einem gutgeht und die Kinder fröhlich und angstfrei aufwachsen können. "Wir haben engagierte Eltern und gute Lehrkräfte", lobt sie.

Ashauer legt Wert auf ein kameradschaftliches Miteinander, auf ein füreinander Einstellen, auf das Lernen und an einem Strang zu ziehen. Die Kinder sollen Mut und Selbstständigkeit erlernen und eine positive Fehlerkultur lernen. "Es ist keine Schande, etwas falsch zu machen, auch wir Lehrer machen Fehler. Man muss lernen, dazu zu stehen", sagt sie.

Die 58-Jährige geht davon aus, dass die neue Stelle in Kirchahorn auch ihre letzte sein wird. Sie will nach der Unruhe in den vergangenen Monaten wieder Kontinuität schaffen und Positives erhalten. Sie fühlt sich hier jedenfalls wohl. "Und wenn ich mal etwas runterkommen, kurz entspannen will, blicke ich einfach in meinem Klassenzimmer aus dem Fenster. Dann geht das ganz schnell", sagt sie lächelnd und blickt dabei auf eine herrliche grüne Natur. 

FRAUKE ENGELBRECHT

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