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Montag, 18.06.2018

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Neuer Ahorntaler Verwaltungsleiter geht mit Zuversicht an Aufgabe

Förster: "Hier kann man einiges bewirken" — Neun Kandidaten für den Job - 23.01.2018 19:58 Uhr

Die Gemeinde Ahorntal hat ab 1. April einen neuen Verwaltungsleiter. Thomas Förster (links) war 16 Jahre Leiter der Marktwerke in Thurnau. Er beerbt Christian Arneth (r.), der nach Memmelsdorf wechselt. © Stefan Brand


Warum dieser Schritt nach relativ kurzer Zeit als Schatzmeister einer Gemeinde? "Ich sehe da einfach eine Chance zur beruflichen Weiterentwicklung", sagt der 48-Jährige im Zeitungsgespräch. Bisher sei er eben nur für Teilbereiche einer Verwaltung zuständig gewesen, nun übernehme er eine noch anspruchsvollere Aufgabe. Darauf freue er sich einfach. "Weil man hier einiges bewirken kann, da möchte ich mithelfen."

Als er Kämmerer in Eckersdorf wurde, war die Sache mit dem Einarbeiten schon etwas problematisch. Seine Vorgängerin war schon ein halbes Jahr weg, "vor meinem Antritt herrschte zwei Monate lang Leerlauf, niemand wusste so recht Bescheid".

Das ist im Ahorntal anders. Vor ein paar Tagen trafen sich Förster und Christian Arneth (26) zu einer ausführlichen Übergabe. Und Arneth sagt: "Natürlich kann er mich auch nach meinem Abschied jederzeit anrufen." Zudem sei die Gemeinde mit Blick auf die EDV-Ausstattung sehr gut bestückt, "alles ist auf dem Server übersichtlich hinterlegt". Außerdem kenne sich auch Bürgermeister Gerd Hofmann in allen wichtigen Fragen bestens aus, das sei eben der Vorteil einer kleinen Kommune.

Thomas Förster ist auch sehr zuversichtlich, den Einstieg an seiner neuen Wirkungsstätte ohne große Schwierigkeiten zu meistern: "Ich bin ja immerhin seit 25 Jahren im kommunalen Bereich tätig, ich fange nicht bei Null an, war ja auch in Eckersdorf Stellvertreter des Geschäftsstellenleiters." Vor seinem offiziellen Start werde er sich an den Wochenenden in die Ahorntaler Belange intensiv einlesen.

Mehr Zeit bleibt nicht. Denn bis Ende März ist er noch in Eckersdorf aktiv, muss auch noch den Haushalt für das laufende Jahr aufstellen. Sollten sich die Gemeinderäte entschließen, wie angedacht eine neue Halle zu bauen, "wird das nicht einfach, denn aus finanzieller Sicht wäre das dann schon eine spannende Angelegenheit."

Förster hält übrigens wenig davon, den Etat — wie eigentlich vom Gesetzgeber vorgesehen — im alten Jahr zu verabschieden: "Da kennt man die konkreten Zahlen doch hinten und vorne noch nicht, das wäre eine reine Unkerei." Für die Handlungsfähigkeit einer Gemeinde spiele das keine Rolle, wenn der Haushalt erst im Mai oder gar im Juni abgesegnet wird.

Welchen Führungsstil er pflege? "Ich bin ein Freund des Miteinanders", so Förster. In einer kleinen Gemeinde wie dem Ahorntal "muss man das situativ sehen, hier hast du nicht für jede Aufgabe zwei Leute, da ist man aufeinander angewiesen."

Und sein erster Eindruck sei "einfach nur gut", den hatte er schon bei seinem Vorstellungsgespräch mit den drei Bürgermeistern. "Ich denke, hier herrscht ein sehr gutes Klima".

Diese Einschätzung teilt auch Zweiter Bürgermeister Günther Kaiser, der die "Übergabeverhandlungen" zwischen Förster und Arneth begleitete. Neun Kandidaten haben sich um die Arneth-Nachfolge beworben, davon kamen immerhin fünf in die engere Wahl, weil sie geeignet erschienen. "Das hat uns schon überrascht angesichts der Probleme andernorts, gute Verwaltungsleute zu finden", so Kaiser.  

STEFAN BRAND

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